Der Börsen-TagWohin geht denn nun die Dax-Reise?
Der Dax bewegt sich weiter aufwärts. Allerdings könnte etwas mehr Dynamik im Spiel sein. Gestern schloss er 0,5 Prozent fester bei einem Stand von 24.163 Punkten. Am Freitag hatte er die 24.000er-Marke erst zurückerobert. Die Anleger halten sich aktuell noch zurück, wie Marktteilnehmer sagen und auf die heute anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) verweisen. Eine Zinssenkung um 25 Basispunkte ist dabei fest eingeplant.
Aber auch schon vor dem Fed-Entscheid könnte Musik in den Markt kommen – und danach ebenso. So wagt etwa eine deutsche Schlüsselbranche den Blick voraus, denn der Verband der Chemischen Industrie (VCI) legt auf seiner Jahrespressekonferenz seine Prognose für das kommende Jahr vor. Angesichts der anhaltend konjunkturellen Unsicherheiten dürften die Aussichten für die Branche pessimistisch ausfallen. Verbandspräsident Markus Steilemann und Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup wollen zudem Wege aus der Krise aufzeigen und skizzieren, was zur Stärkung des Standorts Deutschland getan werden muss.
Auf Unternehmensseite zieht der Reisekonzern TUI Bilanz zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Wie TUI bereits Mitte November bekannt gegeben hatte, stieg der operative Gewinn (Ebit) um mehr als zwölf Prozent auf 1,46 Milliarden Euro bei einem moderaten Umsatzplus auf 24 Milliarden Euro. Dank verbesserter Finanzlage will TUI die Anleger informieren, ob und wann erstmals seit Ausbruch der für die Reisebranche verheerende Corona-Krise wieder eine Dividende gezahlt wird. Auch zur Verbesserung der Marge in der Sparte Märkte + Airlines, zu der das Kerngeschäft mit Pauschalreisen gehört, dürfte es ein Update geben.
Und auch nach US-Börsenschluss und damit auch nach dem Fed-Entscheid ist noch einiges los, denn bei den Quartalsergebnissen des SAP-Rivalen Oracle steht das Cloud-Geschäft im Mittelpunkt. Vor einigen Monaten hatte eine optimistische Prognose für dieses Geschäftsfeld ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Inzwischen bereitet Investoren die Schuldenaufnahme für den Bau neuer Rechenzentren Sorgen. Oracle hat für das abgelaufene Quartal einen Anstieg des Konzernumsatzes von zwölf bis 14 Prozent in Aussicht gestellt.