Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZahl der Insolvenzen "auf außergewöhnlich hohem Niveau"

06.08.2026, 14:29 Uhr

Die Zahl der Firmenpleiten bleibt einer Studie zufolge zu Beginn der zweiten Jahreshälfte auf sehr hohem Niveau. Im Juli wurden insgesamt 1689 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte. Gegenüber Juni ging die Zahl der Pleiten leicht um 1,0 Prozent zurück. Doch im Vergleich zum Juli 2025 waren es sieben Prozent mehr.

Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Juli der Jahre 2016 bis 2019 - also vor der Corona-Pandemie - liegt die aktuelle Zahl der Pleiten sogar um 75 Prozent höher: Die Zahl der Insolvenzen bleibe damit auf einem "außergewöhnlich hohen Niveau", erläuterten die Forscher.

Die lange Krise habe offenbar die Reserven vieler kleinerer Unternehmen aufgebraucht, sagte Steffen Müller, Leiter der IWH-Insolvenzforschung. "Die Marktbereinigung hält unvermindert an. Auch in den Folgemonaten ist deshalb mit sehr vielen Insolvenzen zu rechnen." Im Juli gab es im Sektor unternehmensnahe Dienstleistungen sowie bei Finanz- und Versicherungsdienstleistern die höchste jemals im Insolvenztrend erfasste Zahl an Pleiten. Ungewöhnlich niedrig war die Zahl der Insolvenzen dagegen im Gastgewerbe.

Quelle: ntv.de