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SDAX unter der Lupe Ansparfähige Zertifikate

Während der Deutsche Aktienindex (DAX) in Deutschland wohl nahezu denselben Bekanntheitsgrad wie Kaiser Franz Beckenbauer genießt, sind andere Mitglieder der Indexfamilie der Deutsche Börse AG dem breiten Publikum weitaus weniger bekannt. Hierzu zählt vor allem der oftmals als Kleinwerteindex abgestempelte SDAX. Vor allem zur Jahrtausendwende schien dieser Börsenindex für Kleinwerte (Small Caps) im Vergleich zum damals populären "Neuen Markt" glanzlos. Im Hinblick auf die breite öffentliche Wahrnehmung ist es dem SDAX bis heute nicht vergönnt, gänzlich aus seinem Schattendasein herauszutreten. Hat er das verdient oder sollte man dem Kleinen nicht doch etwas mehr Beachtung schenken?

Dieser Beurteilung seien zunächst einige Fakten vorangestellt. Der SDAX gehört neben DAX, MDAX und TECDAX zu den vier Auswahlindizes der Deutsche Börse AG, welche die größten Unternehmen aus dem so genannten Prime Standard Segment abbilden. Das Prime Standard Segment ist als Teilbereich des Amtlichen und Geregelten Marktes für alle Unternehmen gedacht, welche höchste Transparenzstandards erfüllen und eine Unternehmensführung nach EU-Richtlinien vorweisen. Der SDAX beinhaltet die 50 größten Unternehmen der klassischen Branchen unterhalb der MDAX-Werte. Die Auswahl und Gewichtung der Aktien erfolgen nach den Kriterien der Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes und des Börsenumsatzes. Halbjährlich erfolgt eine Überprüfung und gegebenenfalls eine Anpassung der Indexzusammensetzung.

Der SDAX umfasst aktuell zwölf Branchen. Mit 28 Prozent sind Finanzdienstleistungsunternehmen derzeit am stärksten gewichtet, Industrie und Medien folgen mit 27 und zehn Prozent. Die gewichtigsten Einzelwerte sind Axel Springer, Arques Industries und Fuchs Petrolub, wobei Axel Springer erst am 18.6.07 in den SDAX aufgenommen wurde und es mit ca. 5,6 Prozent Gewichtung sofort an die Spitze schaffte. Zurück zur Frage, ob sich eine Investition in den SDAX in den letzten Jahren für den Anleger gelohnt hätte. Hierzu stellen wir die Wertentwicklung des SDAX seit 2000 zu der seiner "größeren Brüdern" aus der "Indexfamilie" von Deutsche Börse AG (DAX, MDAX, TECDAX) und Dow Jones EuroStoxx 50 in Relation.

Konnte der "kleine Bruder" SDAX wirklich Schritt halten? Nicht nur das, die meisten seiner "Verwandten" waren zu langsam. Der SDAX legte sich in den Windschatten seines nächst größeren Bruders MDAX und die beiden eilten nahezu unaufholbar davon. Während DAX und DJ EuroStoxx 50 seit 01.1.00 nur eine Wertentwicklung von zehn bzw. drei Prozent erzielten und der TECDAX mit minus 83 Prozent die Tiefen der Finanzmeere ertauchte, kamen MDAX und SDAX weitaus besser voran und erzielten einen Wertzuwachs von 146 bzw. 101 Prozent.

Wahrlich ein starkes Brüderpaar! Und der Kleinste im Bunde hat Tolles geleistet. "Unterschätze die Kleinen nicht", das hätte jedem Geldbeutel gut getan.

Zertifikate-Sparpläne – Automatisch der richtige Einstiegszeitpunkt

Für Anleger, welche in den SDAX investieren wollen, bietet sich eine Vielzahl attraktiver und innovativer Zertifikate auf den Index an. Sie eignen sich durch ihre transparente und kostengünstige Struktur besonders für einen langfristigen, systematischen Vermögensaufbau. So kann der Anleger auf ein breites Angebot unterschiedlicher SDAX-Zertifikate zurückgreifen.

Doch für Investoren stellen sich häufig, folgende Fragen: Wann ist der optimale Einstiegszeitpunkt? Ist es ratsam jetzt zu investieren oder besser auf Kursrückschläge zu warten?

Als einfache, aber charmante Lösungsmöglichkeit bieten sich Zertifikate-Sparpläne an. Mit den gleich bleibenden, regelmäßigen Einzahlungen bildet sich ein attraktiver durchschnittlicher Einstiegskurs. Kursrückschläge werden automatisch zum verbilligten Einstand genutzt. Der Grund: Steht der Kurs hoch, kauft der Anleger nur wenige Anteile, während bei niedrigen Kursen mehr Anteile erworben werden können.

Das SDAX-Indexzertifikat von HSBC, ISIN: DE000TB1CQD9, soll diesen Vorteil verdeutlichen. Hätte man während des Zeitraumes vom 01.4.04 bis 01.8.07 monatlich 250 Euro in diesem Zertifikat angelegt, ergäbe sich ein durchschnittlicher Einstandskurs von 38,67 Euro je Zertifikat. Nach Abzug der Kosten in Höhe von 2,50 Euro je Sparrate und 0,25 Prozent des Kaufvolumens würde sich beim aktuellen Zertifikatekurs von 57,65 Euro eine Gesamtrendite von etwa 55 Prozent ergeben. Zum Vergleich: Hätte der Anleger sein Vermögen zum Höchstkurs während der letzten 40 Monate angelegt, 66,59 Euro, müsste er einen Verlust von mehr als 13 Prozent in seinem Depot verbuchen.

Zertifikate-Sparpläne bieten aber noch weitere Vorteile. So können Anleger bereits mit kleinen monatlichen Beträgen in Wertpapiere investieren und haben hierdurch eine interessante Möglichkeit zum langfristigen Vermögensaufbau. Eine Vielzahl von Sparplänen ist bereits ab einem monatlichen Anlagebetrag von 50 Euro abschließbar. Doch der Anleger muss sich hierbei nicht ewig binden, denn er kann seine abgeschlossenen Sparpläne jederzeit aufstocken, reduzieren, stilllegen oder auflösen.

Auch hinsichtlich der Kosten spricht vieles für Zertifikate-Sparpläne. Die Kosten für den Kauf bewegen sich, je nach Depotbank, derzeit bei etwa 2,50 Euro je Sparrate zuzüglich 0,20 bis 0,40 Prozent der Kaufsumme. Hinzu kommt eine minimale Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Im Vergleich zu Investmentfonds, bei denen die internen Verwaltungs- und Managementvergütungen häufig mit bis zu zwei Prozent pro Jahr zu Buche schlagen, sind Indexzertifikate in der Regel gänzlich ohne laufende Vergütungen konzipiert. Der Anleger sollte beim Kauf jedoch darauf achten, einen Performanceindex zu wählen, um auch in den Genuss anfallender Dividenden zu kommen.

Wenn Sie mehr über ansparfähige Zertifikate und die Onlinebroker, welche Zertifikatesparpläne anbieten, wissen wollen, können Sie sich auf www.zertifikatesparen.de ausführlich informieren und mit Hilfe des Online-Rechners Ihre individuellen Sparpläne optimieren.

Autor: Christian Raba, C&F Certificates and Funds

Walter Kozubek, www.anlagezertifikate.de

Quelle: ntv.de

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