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Dow Jones mit Einbußen Apple macht US-Börsen schwer zu schaffen

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(Foto: AP)

Mit deutlichen Kursverlusten starten die US-Börsen in die neue Handelswoche. Der US-chinesische Handelskonflikt sorgt wieder einmal für getrübte Stimmung am Aktienmarkt. Dazu schwächeln die Tech-Werte - allen voran Apple.

Die Wall Street ist mit deutlichen Verlusten in die neue Woche gestartet. Auch nach den jüngsten Kursrückgängen hielten sich Schnäppchenjäger bedeckt. Stattdessen dämpfte der schwelende Handelsstreit der USA mit China die Kauflaune. Erstmals in der Geschichte der Wirtschaftsgipfel des Asien-Pazifik-Raums (Apec) hatte es am Wochenende kein gemeinsames Abschlusskommunique gegeben. Ein verbaler Schlagabtausch zwischen US-Vizepräsident Mike Pence und Chinas Präsident Xi Jinping zeige, dass eine rasche Lösung in dem Konflikt unwahrscheinlich sei, sagten Händler. Zudem belastete ein neuer Kurssturz bei Apple die Stimmung. Anleger hielten sich auch zurück, da in New York wegen des Thanksgiving-Feiertages am Donnerstag die Börsenwoche unterbrochen wird.

Der Dow Jones büßte zum Auftakt der Thanksgiving-Woche 1,56 Prozent auf 25.017,44 Punkte ein. Er fiel damit auf Monatssicht ins Minus zurück, konnte sich aber knapp über der Marke von 25.000 Punkten behaupten. Am breiten Markt fiel der S&P 500 um 1,66 Prozent auf 2690,73 Punkte. Noch deutlicher abwärts ging es bei Technologiewerten. Ihr Auswahlindex Nasdaq 100 sackte um 3,26 Prozent auf 6642,92 Punkte ab.

Bei den Einzelwerten belastete Apple die Stimmung. Die Aktien des iPhone-Herstellers, die schon in der vorigen Woche 3,6 Prozent eingebüßt hatten, fielen um weitere 4,1 Prozent. Das "Wall Street Journal" berichtete, der Konzern habe wegen einer schwächelnden Nachfrage nach seinen jüngsten Modellen die Produktion gekürzt. Die Anteilsscheine von JD.com ließen 8,5 Prozent Federn. Der chinesische Onlinehändler, der in den USA notiert ist, hatte zuvor mit seinen Quartalszahlen die Märkte enttäuscht.

Ein Medienbericht über angebliche Kartellverstöße von drei großen Halbleiterherstellern belastete die Aktien von Micron Technology. Die Titel sackten um 6,6 Prozent ab. Laut "Financial Times" fanden Ermittler in China "starke Hinweise" auf Verletzungen der Kartellbestimmungen und erwägen nun eine Ausweitung ihrer bisherigen Untersuchungen. Betroffen seien auch die Micron-Rivalen Samsung and SK Hynix aus Südkorea.

Die Brexit-Regierungskrise in London belastete zum Wochenauftakt die europäischen Aktienmärkte. Der Dax fiel um 0,9 Prozent auf 11.244 Punkte, der EuroStoxx50 gab 0,6 Prozent nach. Alle wichtigen Meldungen rund um das Geschehen an den internationalen Märkten können Sie auch in unserem Börsen-Tag nachlesen.

Quelle: n-tv.de, mba/rts

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