Marktberichte

Yellen spricht Asien-Börsen auf Erholungskurs

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Janet Yellen hält als Chefin der US-Notenbank ihre erste Rede.

(Foto: REUTERS)

An den asiatischen Aktienmärkten geben weiter die Käufer den Ton an. Mit Spannung wird die erste Rede der neuen Fed-Chefin erwartet. Mit einer Kursänderung rechnen die Anleger nicht. Für gute Stimmung sorgen zudem die US-Vorgaben.

Die Börsen in Ostasien erholen sich weiter. Dank positiver Vorgaben der US-Börsen, die nach Anfangsverlusten am Vortag noch im Plus schlossen, legen die Indizes zwischen 0,3 in Malaysia und 1,6 Prozent in Hongkong zu. Nicht gehandelt wird in Japan, wo der Feiertag zur Gründung der Nation gefeiert wird.

Frische Impulse gibt es kaum. Beobachtern zufolge warten die Marktteilnehmer gespannt auf den ersten Auftritt der neuen US-Notenbankchefin Janet Yellen vor dem US-Finanzausschuss im US-Repräsentantenhaus und -Kongress am Dienstag und Mittwoch. Gleichwohl werden dabei keine Überraschungen erwartet, auch wenn die US-Arbeitsmarktdaten zuletzt enttäuscht hatten und Spekulationen auslösten, dass die US-Notenbank möglicherweise darauf reagieren könnte.

Für Nachfrage nach dem als sicherer Hafen und Inflationsschutz geltenden Edelmetall sorgten daneben die schwach ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag wegen der damit verbundenen Spekulationen über eine mögliche Drosselung des sogenannten Taperings, heißt es weiter.

Börsengänge in Schanghai

Hauptthema an der Börse in Schanghai ist der Börsengang von Foshan Haitian Flavoring and Food Company - der zweitgrößte dieses Jahres mit einem Erlös von umgerechnet 634 Millionen Dollar. Die Aktie schoss sofort um 44 Prozent nach oben, ehe sie wegen des starken Anstiegs bis wenige Minuten vor Handelsende vom Handel ausgesetzt wurde.

In Hongkong sorgt PetroChina für Gesprächsstoff. Das Unternehmen hat das größte Erdgasvorkommen in China seit 2001 entdeckt. Der Kurs steigt daraufhin um 1,7 Prozent und sorgt auch für Kursgewinne bei anderen Branchenwerten wie Cnooc und Sinopec.

In Sydney, wo der Handel bereits beendet ist, bescherten gute Daten zum Geschäftsklima ein Indexplus von 0,7 Prozent. Die Papiere von Australia & New Zealand Banking legten nach Bekanntgabe eines Gewinnsprungs von 21 Prozent im ersten Quartal um 2,2 Prozent zu. Um 3,8 Prozent abwärts ging es dagegen mit der Aktie von Macquarie Group. Die größte Investmentbank des Landes hatte von einer weiter nur gedämpften Aktivität seiner Kunden in einigen Geschäftsbereichen gesprochen.

Der Kurs von Cochlear, des weltgrößten Herstellers von Hörimplantaten, brach um 8,8 Prozent ein. Das Unternehmen hatte seit Juni bereits mit der zweiten Gewinnwarnung aufgewartet und versucht nun mit einem neuen Modell das Vertrauen zurückzugewinnen. Ein Vorgängermodell hatte Cochlear 2011 wegen technischer Defekte vom Markt zurückziehen müssen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ

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