Marktberichte

Warner Music feiert Comeback Konjunkturdaten geben Wall Street Auftrieb

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(Foto: imago images / UPI Photo)

Ein leichtes Abebben der sozialen Unruhen und positive Wirtschaftszahlen sorgen an der Wall Street für Kauflaune. Zu den Gewinnern des Tages zählt Halbleiterproduzent Microchip Technology. Unter der risikofreudigen Stimmung leidet der Goldpreis.

Die Wall Street hat die Rally der vergangenen Wochen fortgesetzt, nachdem die landesweiten sozialen Unruhen etwas nachgelassen haben. Viele Städte in den östlichen Staaten blieben Dienstagnacht überwiegend ruhig, hieß es. Die Anleger setzten unterdessen weiter darauf, dass sich die Wirtschaftsaktivität mit dem Abebben der Corona-Pandemie verbessern wird, und dass die üppigen Staatsausgaben und die Stimuli der Notenbanken rund um den Globus die Erholung antreiben dürften.

S&P 500
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Der Dow-Jones-Index stieg um 2,1 Prozent auf 26.270 Punkte, der S&P-500 legte um 1,4 Prozent zu, während der Nasdaq-Composite 0,8 Prozent höher schloss.

Stützend wirkten zudem besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten. So fiel das im ADP-Arbeitsmarktbericht ausgewiesene Stellenminus von 2,76 Millionen deutlich geringer aus als die erwarteten 8,75 Millionen und der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg über den Erwartungen im Mai auf 45,4 nach 41,8 im Vormonat. Der von IHS Markit für die US-Dienstleister ermittelte Einkaufsmanagerindex hat sich im Mai ebenfalls erholt. Der Auftragseingang der US-Industrie ist im April hingegen wegen der Pandemie wie erwartet deutlich eingebrochen.

Ölmarkt zeigt sich unentschlossen

Goldpreis
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Mit der risikofreudigen Stimmung war der sichere Währungshafen Dollar nicht gefragt. Der Dollarindex verlor 0,5 Prozent, während der Euro seine Vortagsgewinne auf 1,1239 Dollar ausbaute. Am Dienstagabend hatte er noch bei 1,1166 Dollar notiert. Auch der Goldpreis stand im Schatten der riskanteren Assets. Der Preis für die Feinunze fiel deutlich auf 1.698 Dollar nach einem Tageshoch bei 1.733 Dollar.

Die Ölpreise pendelten unruhig in beide Richtungen. Saudi-Arabien und Russland haben sich nach Aussage von Opec-Delegierten darauf geeinigt, die Kürzungen der Ölförderung bis Juli zu verlängern. Jedoch besteht weiterhin Unklarheit darüber, ob das angedachte Vorziehen des Treffens vom 9./10. Juni auf den 4. Juni stattfindet. Der Preis für die US-Sorte WTI sank um 0,2 Prozent auf 36,74 Dollar je Barrel, die europäische Sorte Brent schloss unverändert bei 39,57 Dollar.

Softwareunternehmen Zoom legt zu

Microchip Technology
Microchip Technology 93,01

Zoom profitierten zwar von der erheblich höheren Nachfrage nach Videokonferenzen in der Coronakrise. Nach einem kräftigen Anstieg im ersten Quartal erhöhte die Zoom Video Communications Inc ihren Umsatzausblick für das laufende Jahr. Allerdings hat die starke Verwendung der Zoom-Dienste auch Sicherheitsmängel offengelegt. Das Papier sprang in dieser Gemengelage um 7,6 Prozent nach oben.

Microchip Technology schossen um 12,3 Prozent empor. Der Halbleiterproduzent erhöhte dank Verbesserungen in der Lieferkette den Ausblick. Cheesecake Factory schnellten sogar um 16,3 Prozent nach oben. Der Restaurantbetreiber überraschte mit steigenden Umsätzen bei den bereits geöffneten Niederlassungen.

Daneben fand der größte Börsengang des Jahres die Aufmerksamkeit der Teilnehmer. Die Warner Music Group hatte mitgeteilt, über den IPO 77 Millionen Aktien für 25 US-Dollar je Aktie zu verkaufen. Der Emissionserlös von 1,925 Milliarden Dollar soll vollständig in die Taschen von Access Industries LLC und anderen Anteilseignern fließen. Das Unternehmen selbst erhält keinen Anteil am Erlös. Der Kurs der Aktie schloss bei 30,12 Dollar, ein Plus zum Emissionspreis von 20,5 Prozent.

Quelle: ntv.de, jpe/DJ