Marktberichte

Ukraine-Krise lässt Ölpreis kalt Goldpreis klettert "indisch"

gold.jpg

Ein Teil der deutschen Goldreserven liegt bei der Bundesbank.

(Foto: picture alliance / dpa)

USA und EU verhängen neue Sanktionen gegen Russland in der Ukraine-Krise. An den Rohstoffmärkten spielt dieses Thema aber nur eine untergeordnete Rolle. Der Goldpreis bleibt im Investorenfokus.

An den Rohstoffmärkten haben sich die Investoren am Donnerstag bedeckt gehalten. Die Ölpreise bewegten sich kaum. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete 107,19 Dollar. Das waren zwei Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI zur August-Lieferung stieg etwas stärker um 25 Cent auf 102,03 Dollar von 101,40. Die Marktexperten von JBC begründeten den Anstieg mit der Nachricht, dass die USA im vergangenen Halbjahr soviel Öl aus Reservebeständen verbraucht hätten wie nie zuvor.

Neue Sanktionen der USA und EU gegen Russland wirkten sich am Ölmarkt nicht aus. Die zusätzlichen Strafmaßnahmen richten sich gegen russische Unternehmen aus dem Energie- und Rüstungssektor sowie gegen einzelne Banken. Zur Begründung heißt es, Russland trage zu wenig zur Beruhigung des Konflikts zwischen der Ukraine und prorussischen Separatisten im Osten des Landes bei.

Nichtsdestotrotz legte der Goldpreis, der als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten gilt, zu. Nachdem er am Mittwoch die 1300-Dollar-Marke je Feinunze zurückerobert hatte, zog die Notierung weiter an. Eine Feinunze kostete am Abend 1304.20 Dollar und damit 0,5 Prozent mehr als Mittwochabend.

Gestützt wurde das Sentiment von den jüngsten Daten zum Gold-Import nach Indien. Dieser hatte im Juni um 65 Prozent zugenommen. "Ich rechne mit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung", sagte Analyst Howie Lee von Phillip Futures.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/DJ