Wirtschaft
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Montag, 23. April 2018

Warten auf das Bilanz-Gewitter: US-Börsen kommen kaum vom Fleck

Nicht aus der Deckung wagen sich Anleger an der Wall Street. Die großen Indizes können daher kaum beeindrucken. Vor dem nächsten Schwung Bilanzen herrscht Zurückhaltung - obwohl die Saison bisher gut läuft. Etwas macht den Börsianern jedoch Sorgen.

Angesichts des bevorstehenden Bilanzreigens haben sich die Anleger an der Wall Street zurückgehalten. Viele wollten abwarten, wie einige der größten Konzerne der Welt - darunter Coca-Cola, Boeing und Facebook - ins neue Jahr gestartet sind. Der Dow Jones schloss 0,1 Prozent tiefer auf 24.448 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stagnierte bei 2670 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 7128 Punkte.

"Vor dem Hintergrund des für die nächsten Tage prall gefüllten Datenkalenders scheinen sich die Marktteilnehmer nicht so recht aus der Deckung zu trauen", sagte Thomas Metzger, Analyst beim Bankhaus Bauer. Somit seien die Kurse in einer Patt-Situation zwischen einer gut laufenden Bilanzsaison und einer wachsenden Inflationsfurcht gefangen.

Seit Wochen sind die Ölpreise auf dem Vormarsch und haben damit die Spekulationen vor allem auf rascher als gedacht steigende US-Zinsen wieder geschürt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich am Montag weiter auf 74,99 Dollar je Barrel (159 Liter) und kostete damit rund fünf Dollar mehr als vor etwa zwei Wochen. Der Grund hierfür seien neben der Förderbremse der Opec-Staaten und Russlands drohende US-Sanktionen gegen Länder wie Russland und den Iran, sagte Anlagestratege Kerry Craig von der Vermögensverwaltung der US-Bank JP Morgan.

Bei den Einzelwerten brachen die Aktien von Akorn fast 34 Prozent ein. Der Gesundheitskonzern Fresenius hatte die umstrittene milliardenschwere Übernahme der US-Pharmafirma am Sonntag abgesagt. Merck-Scheine stiegen 2,4 Prozent, nachdem Goldman Sachs die Aktien des Pharmakonzerns auf "kaufen" hochgestuft hatte. Caterpillar-Papiere verteuerten sich um 0,5 Prozent. Händler verwiesen auf eine Kaufempfehlung der Citigroup für den Baumaschinenhersteller.

Quelle: n-tv.de