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Nach Pause am Erntedankfest Umsätze an der Wall Street bleiben dünn

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Der Tag nach Thanksgiving ist der umsatzstärkste im US-Einzelhandel und gilt als Gradmesser für das wichtige Weihnachtsgeschäft.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit moderaten Verlusten beendet die Wall Street die Woche. Viele Anleger haben nach dem Thanksgiving-Feiertag den letzten Tag der Woche als Brückentag genutzt, zumal an den US-Börsen lediglich verkürzt gehandelt wurde. Mit dem "Black Friday" stehen der Einzelhandelsektor und Online-Händler im Fokus.

Die Spannungen zwischen den USA und China beim Thema Hongkong haben US-Anleger verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach einer verkürzten Handelssitzung 0,4 Prozent tiefer auf 28.051 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 8665 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,4 Prozent auf 3140 Punkte ein. Die Umsätze an der Wall Street blieben nach der Pause am Erntedankfest (Thanksgiving) dünn. Im Monatsvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 3,7 Prozent, für die Nasdaq von 4,5 und den S&P von 3,4 Prozent.

Walmart
Walmart 108,16

US-Präsident Donald Trump hatte unlängst ein Gesetz zur Stärkung der Protestbewegung in Hongkong unterzeichnet. China verbat sich indes eine Einmischung in innere Angelegenheiten und kündigte Gegenmaßnahmen an. "Es ist definitiv eine Sorge, dass die Unterzeichnung des Hongkonger Gesetzes als Hindernis für eine Vereinbarung angesehen wird", sagte Stratege Rick Meckler vom Vermögensverwalter Cherry Lane Investments. "An diesem Punkt nutzen die Investoren dies auch als Gelegenheit, um Kasse zu machen."

Im Fokus der Anleger standen am sogenannten "Black Friday" auch Aktien von Handelskonzernen. Der Tag nach Thanksgiving ist der umsatzstärkste im US-Einzelhandel und gilt als Gradmesser für das wichtige Weihnachtsgeschäft. Papiere von Walmart legten 0,3 Prozent zu, Target ließen dagegen 0,7 Prozent Federn. Costco Wholesale und Best Buy notierten etwas schwächer.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 64,27

Auf der Verliererseite standen zudem Aktien der Ölkonzerne Exxon und Chevron mit Kursabschlägen von jeweils 0,8 Prozent. Am Ölmarkt warf das Treffen der Opec mit verbündeten Förderstaaten seine Schatten voraus. Am Freitag verbilligte sich die Sorte Brent um rund zwei Prozent auf 62,45 Dollar je Barrel (159 Liter). "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Vereinbarung über die Förderbremse bis mindestens Ende 2020 verlängert wird", erläuterten die Analysten des Research-Hauses Fitch Solutions. "Die Möglichkeit einer neuen Runde von Kürzungen ist aber gering."

Gefragt waren Papiere des IT-Ausrüsters Tech Data, die um 12,3 Prozent anzogen. Der Finanzinvestor Apollo Global Management hatte seine Übernahmeofferte aufgestockt. Medienberichten zufolge ist auch Warren Buffett's Holding Berkshire Hathaway an das Unternehmen herangetreten.

Quelle: n-tv.de, jki/rts

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