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Erfolglos in Südkorea Wal-Mart räumt das Feld

Der weltgrößte Einzelhändler Wal-Mart zieht sich kurz nach dem französischen Konkurrenten Carrefour ebenfalls aus dem hart umkämpften südkoreanischen Markt zurück und überlässt das Feld der einheimischen Konkurrenz.

Der größte südkoreanische Einzelhändler Shinsegae teilte am Montag in Seoul mit, dass er alle 16 lokalen Märkte des US-Unternehmens für 882 Mio. US-Dollar (690 Mio. Euro) übernimmt. Carrefour hatte erst Ende April seine 32 Läden in Südkorea an den einheimischen Bekleidungshändler E.Land für 1,75 Bio. Won veräußert.

Ähnlich wie zuvor Carrefour erklärte Wal-Mart, dass sich seine Wachstumserwartungen in dem ostasiatischen Land nicht erfüllt hätten. "Es wurde zunehmend klar, dass es für uns in dem gegenwärtigen Umfeld in Südkorea schwierig sein wird, die Größe zu erreichen, die wir uns gewünscht hatten", erklärte der Vizechef von Wal-Mart Stores, Mike Duke, am Firmensitz in Bentonville (US-Bundesstaat Arkansas).

Der Konzern werde seine Bemühungen weiter auf Märkte konzentrieren, auf denen seine Wachstumsstrategie nachhaltigen Erfolg habe. Wal-Mart Korea verzeichnete im vergangenen Jahr einen Nettoverlust von 9,9 Mrd. Won bei einem Umsatz von 728,7 Mrd. Won.

Die Übernahme durch Shinsegae, das auch eine Kaufhaus-Kette betreibt, muss noch von den südkoreanischen Wettbewerbshütern gebilligt werden. Wal-Mart Stores war 1998 durch die Übernahme einer Mehrheit an Korea Makro in den südkoreanischen Markt eingestiegen. Wal-Mart erklärte, ein Büro für den globalen Einkauf in Seoul weiter betreiben zu wollen.

Mit dem Zukauf baut Shinsegae, das im Bewerbungsverfahren um Carrefour Korea noch leer ausgegangen war, seine Position in Südkorea aus. Die 16 Wal-Mart-Läden mit mehr als 3.300 Beschäftigten will Shinsegae erhalten. Das Unternehmen hat mit seinen Einzelhandelsmärkten E-Mart in Südkorea einen Marktanteil von rund 30 Prozent. Wal-Mart Korea lag hinter Carrefour auf Position fünf.

Quelle: n-tv.de