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"Ende April geht's weiter" Thelen gibt Gründern gute Ratschläge

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Für Investor Frank Thelen hat die Wirtschaft nur den Pausenknopf gedrückt. Gleichzeitig schlage nun die Stunde der Startups.

(Foto: picture alliance/dpa)

Volkswirte prognostizieren als Folge der Corona-Krise einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung. Unternehmer Investor Thelen ist dennoch optimistisch "Wir haben keine grundlegenden Probleme, nur den Pausenknopf gedrückt." Gründer sollten ihre Chance jetzt nutzen und nicht "zu Hause versauern".

Der Unternehmer Frank Thelen bleibt in der Corona-Krise optimistisch. Auch wenn die Volkswirte führender deutscher Finanzorganisationen einen Wirtschafts-Crash prognostizieren, sagt ihm sein "Bauchgefühl" etwas anderes.

Thelen erwartet nicht, dass Deutschland in eine tiefe Depression abstürzt. "Mein Bauchgefühl sagt mir, wir haben eigentlich keine grundlegenden Probleme, wir haben einen Pausenknopf gedrückt", sagte er am Sonntag bei einem virtuellen Treffen des Startup-Festivals "Bits & Pretzels". Er könne sich vorstellen, dass zwischen dem 20. und 27. April "langsam die Büros, die Kitas, die Schulen wieder öffnen", sagte Thelen. "Mitte oder Ende April können wir damit rechnen, dass es weitergeht."

Gesund ernähren und Netflix nicht im Überfluss

Startups seien agiler als große, etablierte Unternehmen und beispielsweise eher daran gewöhnt, von zu Hause aus zu arbeiten, sagte Thelen, der einer der bekanntesten Tech-Investoren Deutschlands und Investor in der Fernseh-Show "Höhe der Löwen" ist. "Kopf hoch, wir als Startups haben wirklich die besten Voraussetzungen." Das sei auch eine Chance. Er rief die Gründer auf, diese auch zu nutzen und nicht zu Hause zu versauern: "Ernährt euch gesund, auch mal eine Netflix-Doku - aber nicht im Überfluss."

Anderen Branchen wie der Reise- und Eventbranche gehe es viel schlechter, betonte der 44-Jährige. Er glaube nicht, dass große Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern in diesem Jahr noch stattfinden werden."Bits & Pretzels" lädt seit einigen Jahren während des Oktoberfestes nach München ein. Im vergangenen Jahr kamen mehrere tausend Besucher.

Die Ökonomen gehen in ihren Rechenmodellen davon aus, dass um Anfang Mai wieder weitgehend gearbeitet werden kann. Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gibt zu bedenken, dass die Industrie nach Abklingen der Pandemie voraussichtlich nicht im selben Tempo hochfahren könne, wie sie jetzt herunterfahre. Sie sei international stark vernetzt und abhängig von funktionierenden Lieferketten.

Quelle: ntv.de, ddi/dpa