Fundsache

Nahe der Klagemauer in Jerusalem Unterirdische Räume aus Römer-Zeit entdeckt

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Tönerne Öllampen, in unterirdischen Räumlichkeiten gefunden, die bei Ausgrabungen in einem Tunnel an der Klagemauer entdeckt wurden.

(Foto: Yaniv Berman/Altertumsbehörde Israel/dpa)

Rund 30 Meter vom Tempelberg entfernt, unterirdisch gelegen, direkt in den Fels gehauen: Bei Ausgrabungen stoßen Wissenschaftler in Jerusalem auf bislang unentdeckte Räume aus der Zeit der Römer - verborgen unter dem Mosaikboden eines byzantinischen Bauwerks.

Bei Ausgrabungen in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem haben israelische Forscher drei unterirdische Räume vermutlich aus der frühen Zeit der römischen Herrschaft entdeckt. Die Räume seien unter dem Mosaikboden eines rund 1400 Jahre alten byzantinischen Bauwerks entdeckt worden, teilte die israelische Altertumsbehörde mit. Sie seien direkt in den Felsen gehauen und mit Treppen miteinander verbunden.

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Ausgrabungsleiter Monnickendam-Givon in den unterirdischen Räumen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

(Foto: Yaniv Berman/Altertumsbehörde Israel/dpa)

Nach Angaben des für die Ausgrabungen zuständigen Ko-Direktors der Behörde, Barak Monnickendam-Givon, sind die Räume etwa 30 Meter vom Tempelberg entfernt, wo der im Jahr 70 von den Römern zerstörte Zweite Jüdische Tempel stand.

In den Räumen seien Kochgefäße, Öllampen sowie Krüge zum Aufbewahren von Weizen, Gerste oder Olivenöl gefunden worden. Wofür sie genutzt wurden, sei unklar. Doch scheinen sie laut Monnickendam-Givon in keiner direkten Verbindung zu dem zerstörten Tempel zu stehen.

Quelle: ntv.de, bad/AFP