22:41 Das war Mittwoch, der 15. April 2015
Ganz viel Borussia Dortmund heute und zum Schluss noch ein Bayern-Knaller. Mann, da bin ich gespannt, wie die Münchener dieses Spiel erklären. Aber gut, es gibt ja noch ein Rückspiel. Ganz schön viele Fußball-Sensationen heute. Das reicht dann jetzt auch, Schluss für heute!
Diese Themen haben unsere Leser heute am meisten interessiert.
Klopp, Klopp und nochmals Klopp. Wir haben auch mit Video und Kommentar berichtet. Reaktionen haben wir ebenfalls gesammelt und eine Bildergalerie erstellt.
Griechenland war auch heute wichtig - die Kommentare "Athen ist kaum mehr zu retten" und "Der Grexit ist gefährlich" wurden viel gelesen.
Extrem spannend fanden viele Leser das Beinahe-Flugzeugunglück in Japan.
Über den Konfetti-Angriff auf Mario Draghi wollten viele mehr wissen.
Aber auch die Frage "Was tun, wenn Einbrecher im Haus sind?" treibt viele um.
Ans Herz legen möchte ich ihnen noch den Text "Sieben Kaninchen vor der Schlange" über den G7-Gipfel in Lübeck von Christoph Herwartz, der vor Ort war. Oder der Text über die ägyptische Diva Yousra, die Nora Schareika in Berlin getroffen hat.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Restabend, machen Sie's gut, Volker Petersen sagt "Tschüs"!
Porto ringt die Bayern nieder
Ein Schuss, ein Tor, die Bayern! Stimmt so weit, nur im heutigen Spiel gegen den FC Porto hat das nicht gereicht. Die Portugiesen ringen die Münchener mit 3:1 nieder. Im Spielbericht zur Champions-League-Partie erfahren Sie mehr.
Kolumbien fliegt Luftangriffe gegen Rebellen
In Kolumbien kämpfen Farc-Rebellen seit Jahrzehnten gegen die Regierung - es ist der älteste Konflikt des Kontinents. Wobei, eigentlich gab es gute Gründe zur Hoffnung auf Frieden. Seit drei Jahren wird in Kuba über Frieden verhandelt.
Doch jetzt fliegt die Regierung wieder Luftangriffe auf die Rebellen, denen es längst eher um Drogenhandel geht als um Marxismus, mit dem sie einst das Volk befreien wollten.
Die Bombardements sind eine Reaktion auf einen Anschlag der Rebellen in der vorangegangenen Nacht. Dabei waren zehn Militärs getötet worden.
Hintergründe im ausführlichen Artikel.
Archäologen finden Knochen-Schatz in Indien
Vor 5000 lebte eine alte Zivilisation in Tal des Indus - die Harappa-Kultur. Sie waren die ersten heute bekannten Menschen, die in Indien in Städten lebten.
Nun haben Forscher vier Skelette aus der Zeit präsentiert, die sie dort vor drei Jahren fanden.
Sie gehören zwei Männern, einer Frau und einem Kind.
Andere Artefakte lassen darauf schließen, dass die Menschen damals an Wiedergeburt glaubten - denn in den Gräbern wurden Keramikschüsseln mit Getreide darin gefunden.
Auch eine kleine Hundestatue mit einer Leine fanden sie.
Buckingham-Palastwache geht zu Boden
Ich gebe es ja zu, das ist jetzt nicht die wichtigste Nachricht des Tages. Aber trotzdem irgendwie ... interessant. Schauen Sie sich einfach den Tweet an. Dann haben wir es schon geschafft.
Libyen ruft Russland um Hilfe an
Libyen ist zurzeit nicht so in den Nachrichten präsent - das hat auch etwas damit zu tun, dass in anderen Teilen der Welt, zum Beispiel im Nahen Osten, so viel los ist. Das heißt aber nicht, dass in dem nordafrikanischen Land alles in Butter ist. Das Land ist in zwei Teile gespalten, mit zwei konkurrierenden Regierungen.
Das Land ist gespalten - jetzt bittet der Ministerpräsident der international anerkannten Regierung Russland um Hilfe. Abdullah al-Thani sagte, Moskau solle sich dafür einsetzen, dass die libysche Armee wieder handlungsfähig werde.
Russland reagierte zunächst ausweichend. Man beteilige sich an den Bemühungen, die Stabilität im Land wiederherzustellen, sagte Außenminister Lawrow.
Vor allem solle das UN-Waffenembargo aufgehoben werden - der Westen sträubt sich dagegen, weil er die unkontrollierte Weitergabe von Waffen befürchtet.
Unbekannter Hubschrauber landet vor Kapitol
Das sollte man sich in den USA eher nicht leisten:
Ein unbekannter Mann ist mit einem kleinen Hubschrauber zum Kapitol in Washington geflogen und ist auf dem Rasen gelandet.
Er wurde sofort festgenommen.
Was das sollte? Ein 61-jähriger Postbote wollte damit offenbar seinen Unmut über die Wahlkampffinanzierung ausdrücken. Er hatte 500 Protestbriefe im Gepäck. Mehr dazu lesen Sie hier.
Deutsche IS-Mitglieder sollen gefoltert haben
Auch aus Deutschland sind viele Männer in den Irak und nach Syrien gezogen, um sich dem IS anzuschließen. Dort lassen sie offenbar nichts aus.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sollen sie Gefangene brutal misshandelt und gefoltert haben.
Jetzt ermittelt der Generalbundesanwalt. Die Zeitung stützt sich auf die Aussagen eines 27-jährigen Deutschen, der bis zum vergangenen Juni selbst in IS-Gefängnissen gesessen hat.
Details aus seiner Haft hat er auch erzählt - mehr dazu hier.
Deutsche Schläger müssen in Niederlanden bleiben
Am Wochende gab es eine Massenschlägerei im Nordseebad Renesse - dabei waren auch 15 Deutsche. Für 11 von ihnen verlängert sich der Urlaub in den Niederlanden unfreiwillig.
Sie müssen noch mindestens 14 Tage in U-Haft bleiben.
Bei der Schlägerei wurden zwei Polizisten am Kopf verletzt.
Bei den Deutschen soll es sich um Hooligans von Schalke 04 handeln. Sie kommen zumindest aus Gelsenkirchen.
So gut war Klopp als BVB-Trainer
Es ist die Nachricht des Tages - zumindest für alle, die sich ein bisschen für Fußball interessieren. Jürgen Klopp hört auf. Die Macher des Portals "Bundesliga.de" haben nun eine sehr schöne Infografik zum Noch-Dortmunder erstellt. Die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.
"Charlie-Hebdo"-Chef rechnet mit Medien ab
Er war der berühmteste Autor des Satire-Magazins "Charlie Hebdo": Stéphane Charbonnier. Nun erscheint postum ein Buch von ihm. Es ist eine Abrechnung mit den Medien.
Darin geht es um den Islam - er kritisiert, dass französische Medien so getan hätten, als ob "Charlie Hebdo" die gesamte Religion beleidigte. Es sei aber immer nur um einen Teil gegangen.
Was noch in dem Buch zu lesen ist, lesen Sie hier.
Hacker erbeuten Daten von 100.000 TV-Zuschauern
Die französischen TV-Sender haben es anscheinend nicht so mit Sicherheit im Internet. Schon wieder hacken sich Kriminelle ins Netzwerk eines Fernsehkanals ein.
Diesmal erbeuten sie Namen, Post- und E-Mailadressen sowie Telefonnummern von 100.000 Nutzern von "France Télévisions".
Die öffentlich-rechtliche Sendergruppe räumt Sicherheitsmängel ein. Passwörter und Bankdaten seien nicht entwendet worden.
Verantwortlich soll eine Hackergruppe namens "Linker Squad" sein.
Das ist offenbar auch gar nicht nötig, um das Sicherheitssystem zu knacken. Mit dem Cyberangriff auf "TV5Monde" habe der Datendiebstahl übrigens nichts zu tun, meinen die Sender-Manager.
Britischer Journalist verzweifelt in Klopp-PK
Es muss furchtbar sein, bei einem Großereignis dabei zu sein und kein Wort von dem zu verstehen, was die wichtigen Menschen da gerade so von sich geben. Das ist dem britischen Journalisten Ben Bloom widerfahren.
Er war heute in Dortmund bei der Pressekonferenz von Jürgen Klopp - und verstand kein Wort.
Oder doch, es waren drei: "Extrem", "Sport" und "und". Das hielt ihn nicht davon ab, trotzdem einen Liveticker zu schreiben - darin klagt er den Lesern sein Leid.
Das Netz lacht sich schlapp über den lakonischen Reporter - hier können Sie seinen Liveticker der Pressekonferenz nachlesen. Aber vorsicht, Sie sollten besser Englisch können als er Deutsch. Einen ausführlichen Text dazu finden Sie auch hier bei uns.
Kreml schießt Gazprombank 716 Millionen Euro zu
Vielen russischen Banken fehlt das, was sie brauchen wie die Luft zum Atmen: Geld. Der Staat reagiert nun und hilft der Gazprombank aus der Patsche.
Das Kreditinstitut bekommt 716 Millionen Euro vom Staat. Das sind 38,5 Milliarden Rubel.
Das Geld kommt aus einem Sonderfonds für Infrastrukturmaßnahmen.
Die Gazprombank war eine der ersten, die infolge der Ukrainekrise mit Sanktionen belegt wurde.
Wölfe bei Hannover und Bremen überfahren
Dass Wölfe schon so weit im Westen Deutschlands leben und zuletzt sogar menschlichen Siedlungen sehr nahe kamen - das hat viele überrascht und auch besorgt. Sollte man die Tiere jagen? Die Frage stellt sich nur bedingt - denn das übernehmen schon die Autofahrer.
Zwei Wölfe sind auf Autobahnen bei Bremen und Hannover überfahren worden.
Ein drittes Tier wurde tot im Nordwesten Niedersachsens gefunden.
Nun werden sie untersucht.
Hamann ätzt über den HSV
Das ist seine Meinung. Nicht unsere. Ihre vielleicht?
Bezieht er sich auf die Verpflichtung von Bruno Labbadia als neuen Trainer? Daran hat unser Kommentator Tobias Nordmann nichts auszusetzen.
Paris hält an schwulem Botschafter fest
Laurent Stefanini ist einer der besten französischen Diplomaten, lässt der Elysee-Palast mitteilen. Daher solle er als Botschafter in den Vatikan gehen. So weit, so unspektakulär. Wenn da nicht dieses Detail wäre:
Er ist homosexuell - daher hat der Vatikan ihn abgelehnt. Das hat er nicht offiziell gemacht, sondern einfach auf den Vorschlag aus Paris nicht reagiert. Das macht man im Kirchenstaat immer so, wenn man mit einer Personalie nicht einverstanden ist.
Paris bekräftigt nun: Wir halten an dem Mann fest.
Ausgang: Offen.
Katar ist "befremdet" über Piëch
Ferdinand Piëch ist "auf Distanz" zum VW-Boss Martin Winterkorn - diese Formulierung hat Manager, Journalisten und Autofans ganz wuschig gemacht. In Katar ist man befremdet. Warum das nun wieder wichtig ist?
Der dortige Staatsfonds QIA hält 14,6 Prozent der Anteile an Volkswagen.
Angesichts des Erfolges von Winterkorn sei man "befremdet" über das Vorgehen von Piëch.
Beim amtierenden Vorstandschef Martin Winterkorn auf Distanz zu gehen, ohne eine mit dem Aufsichtsrat abgestimmte Alternative präsentieren zu können, ist nicht im Sinne von QIA", zitiert das "Handelsblatt" dortige Kreise.
Schlagzeilen zum Feierabend
Morgen ist Blitzmarathon
Das war mir damals schon peinlich, als ich ein paar Freunde im Auto mitnahm (es gehörte meiner Mutter) und sie nach ein paar Minuten über mich lachten und Witze über das geringe Tempo machten, das ich für unsere Fahrt veranschlagt hatte. Haben Sie eher so einen Bleifuss? Dann müssen Sie morgen aufpassen:
In ganz Deutschland ist Blitzmarathon - noch dazu in weiteren 21 Ländern der EU.
13.000 Beamte kontrollieren hierzulande an 7000 Stellen - um 6 Uhr geht es los. Nur eine Ausnahme gibt es: Schleswig-Holstein macht wegen des G7-Gipfels in Lübeck nicht mit.
Mehr dazu? Lesen Sie hier.
Kreml: So viel verdient Putin
Putin hier, Putin da - der russische Präsident bestimmt die Schlagzeilen. Nun legt der Kreml offen, wie viel der Staatschef angeblich verdient.
Demnach kassiert er rund 140.000 Euro im Jahr (7,7 Mio. Rubel).
Ob das stimmt? Können wir hier nicht überprüfen. In Russland glaubt es kaum einer. Hier lesen Sie den ausführlichen Bericht.
Christoph Waltz mag kein 3D-Kino - und Sie?
Der erste 3D-Film, den ich im Kino gesehen habe, war dieses Spektakel von David Cameron, wie hieß der noch? "Avatar"! Richtig. Habe mich doch eher gelangweilt, klar die Bilder waren irgendwie gut, aber die Geschichte ziemlich langweilig. Seitdem habe ich nie wieder einen 3D-Film gesehen. Und nun hat ein Österreicher meine Meinung derartig gut auf den Punkt gebracht, dass ich sie hier wiedergeben möchte.
Christoph Waltz findet 3D nicht gut: "Es dient ja nur dazu, dem Zuschauer Dinge entgegenzuschmeißen. Und das ist völlig falsch gedachtes Kino", sagte der 58-Jährige dem "Stern".
Ein Film solle die Zuschauer in ein Geschehen und eine Geschichte hineinziehen. "3D macht genau das Gegenteil, es wirft einen wieder heraus und einen Haufen Zeug hinterher."
Waltz selbst hat allerdings auch schon in einem 3D-Film mitgespielt, in "Die drei Musketiere". Was denken Sie über solche Effekte? Stimmen Sie ab!
Germanwings-Trümmer weitgehend geborgen
Bald sieht alles wieder so aus, wie vorher. Zumindest rein äußerlich.
An der Absturzstelle der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen sind mittlerweile 80 Prozent der Trümmer weggeräumt worden. Das wurde heute mitgeteilt.
Insgesamt sind 35 Tonnen Wrackteile geborgen worden.
Scholz zum Hamburger Bürgermeister gewählt
Nach seinem Wahlsieg war klar, dass Olaf Scholz Erster Bürgermeister bleiben wird. Soeben hat der SPD-Mann seinen Eid abgelegt. Interessant: Er wurde mit 75 Stimmen wiedergewählt, obwohl seine rot-grüne Koalition nur 72 Sitze in der Bürgerschaft hat.
IS kreist Ramadi ein
Gerade haben die USA groß erklärt, wie sehr sie den IS im Irak schon zurückgedrängt haben. Das Blatt habe sich allerdings noch nicht gewendet, fügten sie hinzu. Das bestätigt diese Meldung:
IS-Kämpfer haben Dörfer rund um Ramadi, 100 Kilometer westlich von Bagdad, erobert. Nachschubwege zur wichtigen Provinzhauptstadt schneiden sie ab.
Den irakischen Soldaten geht langsam die Munition aus - die Stadt droht zu fallen. "Wenn Bagdad keine Verstärkungen schickt, wird die Stadt dem IS in die Hände fallen", sagte ein Lokalpolitiker der dpa.
Frau stürmt Draghi-Pressekonferenz
Hui, was ist denn da los?! Eine EZB-Kritikerin hat sich in die Pressekonferenz des Chefs der Europäischen Zentralbank geschmuggelt und auf ihren großen Moment gewartet. Der sah dann so aus:
Sie sprang auf die Bühne und rief "ECB Dictatorship"
Papier flog überhall herum, Draghi wirkte kurzzeitig völlig verblüfft.
Und dann ging es weiter. Dazu möchten Sie mehr wissen? Hier gibt es etwas Ausführlicheres.
Zahl der antisemitischen Straftaten stark gestiegen
Bei dieser Statistik freue ich mich besonders, wenn die Zahlen sinken: antisemitische Straftaten in Deutschland. Tja, das mit dem Freuen kann ich erstmal vergessen.
2014 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt, hat das israelische Kantor-Zentrum in Tel Aviv errechnet. Demnach waren es 76 statt 36 im Vorjahr. Das lag vor allem an antisemitischen Ausbrüchen auf Demonstrationen während des Gaza-Krieges.
Weltweit zählte die Organisation 766 Fälle, 38 Prozent mehr als 2013.
Klopp nimmt den Notausgang
Dem ist erstmal nichts hinzuzufügen...
Litauen bekommt deutsche Panzerhaubitzen
Panzerhaubitzen haben eine beruhigende Wirkung - zumindest wenn man sich von Russland bedroht fühlt. Klingt komisch? Ist in Litauen aber so.
Das baltische Land darf nun zwölf deutsche Panzerhaubitzen kaufen.
Bei ihrer Reise durchs Baltikum sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen auch Hilfe beim Kauf von Truppentransportern zu.
Wie die aussehen soll, lesen Sie hier.
Der Tag geht, der Volker Petersen kommt
Über die Autorin
Ich gebe zu, dass das jetzt eine verunglückte Verballhornung eines viel zu alten Werbespruchs war, aber Sie verstehen, was gemeint ist. Max Borowski hat den Heimweg angetreten, auf dem er sich an der Sonne erfreuen kann. Ich, Volker Petersen, übernehme jetzt hier. Auf geht's!
Edit: Überhaupt irgendwie Teil-Quatsch, was ich da geschrieben habe. Denn der "Tag" bleibt ja auch, nur ich übernehme... aber na ja.
Polizei zeigt Video, wie sie Bewaffneten überfährt
Auf rabiate Art hat ein Polizist einen Bewaffneten in Tucson im US-Bundesstaat Arizona überwältigt. Der Mann lief zunächst an einer Straße entlang und hielt sich dabei ein Gewehr an den Kopf, als ob er sich selbst erschießen wollte. Als er plötzlich Schüsse in die Luft abgab, rammte eines der inzwischen eingetroffenen Polizeiautos kurzerhand den Mann.
Der Mann wurde schwer verletzt, aber nicht tödlich.
Laut BBC erklärte die örtliche Polizei, sie habe das Video von dem Zwischenfall freigegeben, um zu beweisen, dass die brutale Methode gerechtfertigt gewesen sei.
In der Nähe des Bewaffneten hätten sich belebte Geschäfte befunden. "Wir konnten nicht zulassen, dass er in eines dieser Geschäfte gelangt", so der Polizeichef.
Windsor-Wärter streiken auf die feine Art
Mehr als 70 Bedienstete auf dem von der Queen bewohnten Schloss Windsor wollen ab Ende April nur noch Dienst nach Vorschrift machen - und damit für mehr Gehalt kämpfen.
Bei einer Abstimmung hätten sie die Betroffenen mit deutlicher Mehrheit dafür den eingeschränkten Arbeitskampf entschieden, teilte die zuständige Gewerkschaft mit. Richtig streiken wollen sie nicht, aber keine Extraaufgaben mehr erledigen - etwa Führungen für Touristen oder Hilfe beim Dolmetschen.
Die Wärter arbeiten am Eingang zum Schloss, auf dem Gelände und in öffentlich zugänglichen Gebäuden, aber nicht direkt für Königin Elizabeth II.
Sie fordern zusätzliche Bezahlung für die Extraaufgaben, da ihr Arbeitgeber, der Royal Collection Trust, etwa mit Führungen für Besucher Geld verdiene.
Jesiden feiern trauriges Neujahr
An dieser Stelle wünschen wir den Jesiden im Irak, aber auch in Deutschland und überall sonst in der Welt ein frohes neues Jahr! Laut der jesidischen Religion, die vor allem im Nordirak verbreitet ist, beginnt das neue Jahr immer am ersten Mittwoch nach dem 14. April.
Traditionell ist es ein Freudenfest. Doch das gestern zu Ende gegangene Jahr dürfte eines der schrecklichsten der jesidischen Geschichte gewesen sein.
Große Teile des jesidischen Kernlandes geriet unter die Kontrolle der Terrorgruppe Islamischer Staat, die die Angehörigen dieser Minderheit systematisch vertrieb, tötet, versklavte oder vergewaltigte.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat gerade einen Bericht mit erschütternden Zeugnissen jesidischer Frauen von dieser Gewalt veröffentlicht.
Becel-Urteil: Gesundheitsversprechen müssen wahr sein
Immer wieder versuchen Lebensmittelkonzerne, ihre Produkte mit Gesundheitsvorteilen zu verbinden. Diese Praxis hat das Landgericht Hamburg nun etwas begrenzt. Es gab einer Klage gegen eine Werbung für die Margarine "Becel pro.aktiv" statt.
Unilever hatte in der "Apotheken Umschau" damit geworben, dass die Margarine mithelfe, den Cholesterinwert um rund 20 Prozent zu senken.
Die Werbebotschaft komme bei Verbrauchern fälschlicherweise so an, dass der Verzehr der Margarine Hauptursache für den Rückgang des Cholesterinwertes sei und nicht die ebenfalls in der Werbung erwähnte Bewegung und ausgewogene Ernährung, so begründen die Richter ihr Urteil.
"Gesundheitsversprechen müssen wahr sein. Bei der Information zu einem Lebensmittel müssen Unternehmen berücksichtigen, wie die Botschaft bei den Verbrauchern ankommt", erklärte Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband.
Unilever betont, dass sich der vom Landgericht behandelte Fall lediglich auf die "konkrete Ausgestaltung einer einzelnen Werbeanzeige" beziehe. Das Gericht habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sich das Urteil nicht auf die "zulässige gesundheitsbezogene Werbung" für die Margarine beziehe. Das Unternehmen will in Berufung gehen.
Lkw-Fahrer ertrinkt in Milch aus eigener Ladung
Der Fahrer eines Milchlasters ist in Indien einem Bericht zufolge mit seinem Fahrzeug umgekippt und in der auslaufenden Milch ertrunken. Das berichtete die Zeitung "Times of India".
Der Mann habe im südindischen Bundesstaat Karnataka in einer scharfen Kurve die Kontrolle über den Laster verloren und sei mit dem Wagen in einen Graben gefallen. Der Laster sei dabei aufgerissen, die ausströmende Milch habe den Graben gefüllt.
Als Bewohner des Dorfes Mavinahole aus drei Kilometer Entfernung herbeigeeilt seien, sei der Fahrer bereits tot gewesen. In dem Laster des staatlichen Milchverbandes Karnatakas befanden sich dem Bericht zufolge 2000 bis 3000 Liter.
12:00 Schlagzeilen am Mittag
Lotsen wollen Flugzeuge im Notfall vom Boden steuern
Die Möglichkeit war in den vergangenen Wochen immer wieder erwähnt worden. Nun fordern auch die Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung Notfall-Systeme, mit denen man führerlose Flugzeuge vom Boden aus lenken könnte.
Ein EU-Forschungsprojekt hat dazu bereits ein Verfahren getestet. In dem nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gestarteten Projekt war im Simulator erprobt worden, wie man ein entführtes Flugzeug vom Boden steuern könnte.
Bei der Germanwings-Katastrophe vom 24. März soll der Copilot absichtlich das Flugzeug zum Absturz gebracht haben. Es zerschellte auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen.
Klopp-Gerüchte: BVB lädt Presse ein
Bislang will der BVB den "Bild"-Bericht über einen Rücktritt von Trainer Jürgen Klopp nicht kommentieren. Allerdings hat der Verein nun an Journalisten Einladungen zu einem "Pressegespräch" um 13.30 Uhr verschickt. Worum es dabei gehen soll, wurde offiziell nicht genannt. Das Medien-Interesse dürfte angesichts der Gerüchte allerdings riesig sein.
Mehr dazu in Kürze auf n-tv.de.
Schweden führen gender-neutrales Pronomen ein
In der schwedischen Sprache gibt es jetzt neben den Wörtern für "er" und "sie" offiziell ein geschlechtsneutrales persönliches Fürwort. Schwedens Sprachhüter nahmen das Wörtchen "hen" in ihre Wortliste "Svenska Akademiens ordlista" auf.
"Hen" beschreibt eine transsexuelle Person oder kann genutzt werden, wenn das Geschlecht egal oder unbekannt ist.
Das Wort ist bereits informell in Gebrauch. "Es wird häufig benutzt und erfüllt eine Funktion: Man muss nicht die ganze Zeit 'sie' oder 'er' sagen", sagte der Chefredakteur der Liste, Sven-Göran Malmgren.
Im Deutschen gibt es so ein Personalpronomen bislang nicht.
Eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem Sinn und Unsinn politisch korrekter Sprache finden Sie hier.
Klopp geht, Tuchel kommt nach Dortmund
BVB-Trainer Jürgen Klopp gibt einem "Bild"-Bericht zufolge auf. Er habe Vereins-Boss Watzke um Entlassung aus einem Vertrag gebeten, schreibt das Blatt. Grund sollen Streitigkeiten mit dem Team sein. Nachfolger soll demzufolge Thomas Tuchel werden. Weder Klopp noch der Verein bestätigten den Bericht bisher.
Kehrt Schindlers Liste nach Deutschland zurück?
Mit diesem Dokument rettete Oskar Schindler Hunderte Menschen vor der Ermordung durch die Nazis.
In Jerusalem beginnt heute ein Prozess darum, wenn die berühmte Liste eigentlich gehört: der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem oder einer Schindler-Erbin. Diese will nach eigenen Angaben die Liste einem deutschen Museum zur Verfügung stellen.
Das Original können Sie in digitaler Form auf der Seite des Holocaust-Museums Yad Vashem anschauen.
Mehr darüber, wie es dazu kam und wer gegen wen geklagt hat, lesen Sie hier.
Neue Babynamen: "Excel" und "Famous"
Alle Jahre wieder gibt die Gesellschaft für deutsche Sprache die Hitliste der beliebtesten Vornamen heraus.
An der Spitze tut sich nicht viel: Sophie und Maximilian sind seit Jahren oben auf der Liste. Ebenso wie die Zweitplatzierten Marie und Alexander. Diese Namen liegen seit Jahren statistisch an der Spitze, weil sie auch oft als Zweitnamen vergeben werden.
Bei den Erstnamen ermittelten die Sprachforscher neue Spitzenreiter: Hanna/Hannah und Louis/Luis lösten Mia und Ben ab.
Mehr Aufsehen erregen jedoch die Namen auf der Liste: Erstmals tauchen Frea, Famous oder Fynnyu auf, aber auch Shakur, Excel oder Teddox.
Klaus Bednarz ist tot
Wenn Klaus Bednarz in der ARD-Sendung "Monitor" einen Beitrag anmoderierte, ließ seine Stimme niemals einen Zweifel daran, dass nun die Aufdeckung eines dramatischen Skandals folgte. Bednarz prägte weit mehr als nur das ARD-Magazin, sondern auch insgesamt den Stil des Enthüllungsjournalismus im deutschen Fernsehen.
Bednarz starb im Alter von 72 Jahren in Schwerin. Das bestätigte eine WDR-Sprecherin in Köln.
Er wurde vor allem bekannt als Auslandskorrespondent in Moskau und als langjähriger Moderator des Politmagazins "Monitor".
Zuletzt lebte er überwiegend in Mecklenburg-Vorpommern.
Mehr über Klaus Bednarz lesen Sie hier.
Denis Cuspert singt vom Terror
Denis Cuspert hat ein neues Video veröffentlicht - keinen Rap-Clip freilich, sondern ein IS-Terrorvideo, das über einschlägige Accounts in den sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Im Stil einer islamischen religiösen Hymne singt der Berliner, der einmal unter dem Künstlernamen Deso Dogg bekannt war und sich seit Längerem bei der Terrortruppe IS in Syrien aufhält, und stößt Drohungen gegen Ungläubige aus. Dazu sind reihenweise Nahaufnahmen von Hinrichtungsszenen von Geiseln der Terroristen zu sehen. Taten wie der Anschlag auf die "Charlie Hebdo"-Redaktion in Frankreich prophezeit Cuspert auch Deutschland.
Mehr lesen Sie hier.
Siri hält "schwul" auf Russisch für Beleidigung
Ein Russe fragt Apples Sprachassistentin Siri auf seinem iPad nach nahegelegenen Schwulenclubs. Die Antwort der charmanten Computerstimme: "Ich würde rot, wenn ich könnte." Der Mann bohrt nach: "Wie meldet man eine Homo-Ehe in Großbritannien an?" Antwort: "Ich werde so tun, als ob ich das nicht gehört hätte."
Das Youtube-Video der Unterhaltung sorgte international für Aufregung. Offenbar ist die Sprachassistentin auf Russisch so programmiert, dass sie "schwul" für ein Schimpfwort hält. Laut einem Bericht der BBC gestand Apple den "Fehler" ein. Dieser sei sofort behoben worden.
Ultraorthodoxe bedecken Kim Kardashian
Alle in Jerusalem wollen die Promifamilie von Kim Kardashian und ihrem Mann Kanye West sehen. Sogar die Medien der ultraorthodoxen Juden in Israel berichten über den Besuch, obwohl Sex-Skandale, Realityshows und profane Rap-Musik - also alles, wofür Kardashian und West bekannt sind - Tabus in ihren Zeitungen und Websites sind. Verboten sind nach ultraorthodoxer Auffassung in der Regel auch Bilder von Frauen. Deshalb verdeckte die Seite "Kikar HaSchabat" einfach Kardashian auf einem Bild mit dem Kassenbon des Essens, zudem Jerusalems Bürgermeister Nil Barkat die Promis eingeladen hatte.
Für Skandale hatte in der Vergangenheit bereits gesorgt, dass ultraorthodoxe Medien weibliche Politiker wie Angela Merkel oder Hillary Clinton einfach wegretuschiert hatten.
Flugzeug schrammt an Katastrophe vorbei
Bei einer Bruchlandung auf dem Flughafen von Hiroshima sind Berichten zufolge 20 Menschen verletzt worden. Eine Maschine der südkoreanischen Fluggesellschaft Asiana Airlines war über die Landebahn hinausgeschossen, wie das japanische Nachrichtenportal NHK berichtete.
Ein ausgefahrenes Rad der Maschine streifte offenbar einen "Localiser", eine Anlage vor der Landebahn, die den Flugzeugen eigentlich das zielsichere Landen erleichtern soll.
Dem Bericht zufolge hörten die Passagiere einen lauten Knall. Dann füllte sich die Kabine mit Rauch. Alle Insassen wurden über die Notrutschen gerettet, nachdem das Flugzeug zum Stillstand gekommen war.
Google kontert EU-Vorwürfe
Die EU hat nach langen Überlegungen offenbar ihre Entscheidung getroffen, offiziell gegen Google zu ermitteln. Die Suchmaschine behindere den freien Wettbewerb, so der Vorwurf. Bis zu sechs Milliarden Euro Strafe sind möglich. Der Konzern lässt das nicht auf sich sitzen. Man habe sehr gute Argumente, heißt in einer internen Nachricht an die Mitarbeiter. Der Wettbewerb im Internet nehme entgegen den Vorwürfen zu statt ab, so Google.
Über das interne Memo, das von Google bestätigt wurde, hatte zuvor der Technologie-Blog Recode berichtet. Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf n-tv.de.
Mehr über den Rechtsstreit lesen Sie hier.
Deutschland steht Mäuseplage bevor
Nach dem milden Winter wimmelt es Fachleuten zufolge vor allem im Süden Ostdeutschlands auf den Äckern nur so vor Mäusen. Thüringens Bauernpräsident Helmut Gumpert etwa warnt vor einer Plage.
2012 hatten die Tiere bereits Millionen-Schäden durch Ernteausfälle angerichtet. Dieses Jahr könnte es noch schlimmer werden. Experten schätzen, dass die Mäuse verstärkt auch in Gärten vordringen könnten.
Eine Maus kann übers Jahr mehr als 10.000 Nachkommen haben.
Allzu eilig haben es die Behörden allerdings bisher in der Angelegenheit nicht. Eine 2013 nach der jüngsten Mäuseplage ins Leben gerufene Bund-Länder-Arbeitsgruppe "Feldmaus-Management" will laut dpa im Mai über die aktuelle Lage beraten.
Mutter lässt Sohn bei Exorzismus verhungern
In Texas hat die Polizei eine Frau verhaftet, die ihren Sohn im Rahmen einer Dämonenaustreibung verhungern haben lassen soll. Das berichten US-Medien. Gemeinsam mit ihrem Mann leitete die 49-Jährige demnach in der Nähe von Dallas eine private Kirche. Sie soll geglaubt haben, ihr Sohn sei besessen und müsse durch extremes Fasten gerettet werden. Nach 25 Tagen ohne feste Nahrung sei der Zweijährige verhungert. Der Polizei zufolge hielt die Familie anschließend eine Zeremonie ab, um den Jungen wieder zum Leben zu erwecken. Dabei wurden offenbar Zeugen auf den Fall aufmerksam und alarmierten die Polizei.
Kauder will mehr Flüchtlinge ins Land holen
Während Populisten und Extremisten Stimmung machen gegen angeblichen Asylmissbrauch und sogar wieder Flüchtlingsunterkünfte brennen in Deutschland, bezieht Volker Kauder klar Stellung. Unser Land könne mehr Flüchtlinge aufnehmen, sagte der Unionsfraktions-Chef der "Bild"-Zeitung. "In Kurdistan leben fünf Millionen Einwohner mit einer Millionen Flüchtlinge zusammen. Wir können in Deutschland noch deutlich mehr Flüchtlinge aufnehmen", so Kauder. "Diese Menschlichkeit müssen und können wir uns leisten." Ein neues Einwanderungsgesetz lehnt der CDU-Politiker jedoch ab.
BMW Isetta wird 60
Vor 60 Jahren kam die BMW-Isetta auf den Markt. Innovative Kleinstwagenkonzepte sind ja wieder voll im Trend. Die Isetta-Werbung aus den 1950er-Jahren wirkt da hochaktuell.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leser. Mein Name ist Max Borowski. Ich begleite Sie heute durch das Nachrichtengeschehen des Tages.
Dies sind einige der wichtigsten Themen heute:
Nicht wie jedes Jahr: Die deutsche Flugsicherung gibt ihre Jahrespressekonferenz. Außer den üblichen Themen wie die Entwicklung des Luftverkehrs in Deutschland geht es natürlich auch um den Absturz der Germanwings-Maschine und die Lehren daraus.
Streit um Schindlers Liste: Um das weltberühmte Dokument verhandelt heute ein Gericht in Jerusalem. Eine enge Freundin der Familie Schindler sieht sich als rechtmäßige Erbin.
Der US-Kongress versucht noch, den Deal zu beeinflussen. Heute wird allerdings bereits eine Delegation der IAEA in Teheran erwartet, um die technische Umsetzung des Atomdeals mit dem Iran zu besprechen.
Das Europaparlament befasst sich mit dem Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren. Ärger mit der türkischen Regierung ist bei dem Thema programmiert.
Hamburger Bürgerschaft wählt einen neuen Ersten Bürgermeister: Olaf Scholz. Damit startet die neue rot-grüne Koalition in der Hansestadt.
Schlagzeilen aus der Nacht