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Erfolgreich ohne Burnout: Dickes Fell für den Job ist trainierbar

Wer zu seinem Job genug Abstand wahrt, kann mit Misserfolgen besser umgehen. Ein dickes Fell im Beruf schützt aber nicht nur vor Burnout, sondern hilft auch bei der Karriere.

Berufstätige sollten sich nicht alles zu sehr zu Herzen nehmen: Wer einen gesunden Abstand zum Job behält, lebt gesünder - und ist erfolgreicher.
Berufstätige sollten sich nicht alles zu sehr zu Herzen nehmen: Wer einen gesunden Abstand zum Job behält, lebt gesünder - und ist erfolgreicher.(Foto: dpa)

Berufstätige können ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber psychischen Belastungen trainieren. Dadurch schützen sie sich vor Burnout-Symptomen und psychosomatischen Beschwerden. Das ergab die Studie einer Expertenkommission der Bertelsmann Stiftung.

Psychische Widerstandsfähigkeit sei vor allem eine Einstellungssache, erklärt Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Ein dickes Fell haben vor allem die Mitarbeiter, die einen gesunden Abstand zum Job behalten. Die Arbeit dürfe ihnen zwar auf keinen Fall egal sein, aber sie sollten sich klarmachen: "Das ist nun mal mein Job, aber das ist nicht alles im Leben", sagt Feldmann. Dann werfe es einen auch nicht völlig aus der Bahn, wenn Erfolgserlebnisse eine Weile ausbleiben. "Ist der Job mein Ein und Alles, trifft mich das umso härter." Für diesen Abstand sind etwa regelmäßige Hobbys, Sport, Freunde oder die Familie wichtig.

Wichtige Rolle der Vorgesetzten

Mitarbeiter mit einer hohen psychischen Widerstandsfähigkeit zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Arbeit mit großer Gewissenhaftigkeit erledigen. Zudem verstehen sie sich besser mit anderen Menschen, sind neugieriger und vor allem emotional stabiler. Und genau davon hängt in den Augen der Forscher beruflicher Erfolg ab: Führungskräfte verfügten oft über eine höhere Widerstandsfähigkeit als Mitarbeiter.

Gleichzeitig spielten die Vorgesetzten eine wichtige Rolle dabei, Mitarbeiter widerstandsfähiger zu machen. Sie steigern deren Belastbarkeit, indem sie ihnen einerseits eine gute Orientierung und andererseits Kontrolle über den jeweiligen Arbeitsbereich geben. Zudem beeinflussen Chefs die Zufriedenheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter positiv, wenn sie sich authentisch, ehrlich, vorbildlich und sinnvermittelnd verhalten.

"Folgt man den Ergebnissen der Studie, sollten Trainings, die die Resilienz steigern, bald zum Standardangebot des betrieblichen Gesundheitsmanagements in den Betrieben gehören. Davon können dann sowohl Mitarbeiter und Führungskräfte als auch Unternehmen profitieren", so Detlef Hollmann, Projekt-Manager der Bertelsmann Stiftung.

Quelle: n-tv.de

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