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Erfolgreich bewerben : Freie Stelle? Vitamin B wirkt

Die Stellenausschreibung klingt verlockend. Profil und Qualifikation des Bewerbers passen. Wenn es am Ende mit dem Traumjob doch nicht klappt, mag das an den Besetzungspraktiken von freien Stellen der Unternehmen liegen.

In die Stellenerhebung flossen die Angaben von rund 13.000 Arbeitgebern aus allen Wirtschaftsbereichen ein.
In die Stellenerhebung flossen die Angaben von rund 13.000 Arbeitgebern aus allen Wirtschaftsbereichen ein.(Foto: imago/Westend61)

Beinahe jede dritte Neueinstellung kommt über persönliche Kontakte zustande. 29 Prozent aller offenen Stellen werden auf diese Weise besetzt, wie aus einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht. Persönliche Kontakte waren damit der mit Abstand wichtigste Besetzungsweg.

Je 14 Prozent aller Neueinstellungen kamen über Stellenanzeigen in Zeitungen und Zeitschriften sowie die Dienste und Portale der Bundesagentur zustande, teilte das IAB am Donnerstag in Nürnberg mit. In zwölf Prozent der Fälle finden Arbeitnehmer und Arbeitgeber über private Internet-Jobbörsen zueinander, in elf Prozent über Homepages von Unternehmen und in zehn Prozent durch Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten.

Bei den Einstellungswegen gibt es der Untersuchung des IAB zufolge allerdings gewisse Unterschiede je nach Qualifikationsniveau: Akademiker werden demnach am häufigsten über Jobbörsen im Internet vermittelt, persönliche Kontakte folgen erst an zweiter Stelle.

Bei Menschen mit mittleren Qualifikationsniveau sind persönliche Kontakte und klassische Stellenangebote in der Presse die beiden dominierenden Besetzungswege, bei ungelernten Arbeitskräften sind es persönliche Kontakte sowie Angebote der Bundesagentur für Arbeit.

In die Stellenerhebung flossen die Angaben von rund 13.000 Arbeitgebern aus allen Wirtschaftsbereichen ein, die im vierten Quartal 2015 befragt wurden. Das IAB analysiert das bundesweite Stellenangebot viermal pro Jahr.

Im vierten Quartal 2015 gab es 1,038 Millionen offene Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt, zeigt die IAB-Stellenerhebung. Das sind 58.000 mehr als vor einem Jahr und 158.000 mehr als im dritten Quartal 2015.
810.000 offene Stellen waren dabei in Westdeutschland zu vergeben. In Ostdeutschland suchten die Betriebe 228.000 neue Mitarbeiter.

Quelle: n-tv.de

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