Ratgeber

Bankkarte statt Sparschwein: Girokonten für Kinder

So klein und schon so reich. Rund 3,8 Milliarden Euro haben Kinder zwischen sechs und 13 Jahren einer Studie zufolge in Deutschland auf der Bank deponiert. Wie die Großen können sich auch die kleinen Bank-Kunden dabei bereits ein Girokonto einrichten lassen - allerdings unterliegt das bestimmten Regeln.

Am 30.10. ist Weltspartag.
Am 30.10. ist Weltspartag.(Foto: Rainer Sturm, pixelio.de)

Eine Untergrenze, ab wann Eltern im Namen ihres Kindes ein Konto eröffnen dürfen, gibt es laut dem Bundesverband deutscher Banken (BdB) nicht. Fürs Girokonto setzen allerdings manche Institute von sich aus Altersschranken. Der Sparkassen- und Giroverband empfiehlt den Eltern beispielsweise erst im Jugendalter über ein Girokonto für den Nachwuchs nachzudenken. Etwa ab 14 Jahren, spätestens aber mit Beginn der Berufsausbildung ist nach Angaben des BdB ein Girokonto sinnvoll.

Um ein Girokonto zu eröffnen, brauchen Minderjährige das Einverständnis ihrer Eltern. Diese müssen hierfür beide bei der Bank ihre Unterschrift leisten. Außerdem müssen sie den Ausweis oder die Geburtsurkunde des Kindes und die Ausweise beider Eltern vorlegen. Es sei denn, nur ein Elternteil hat das Sorgerecht für das Kind. Dann genügt der Ausweis dieses einen Elternteils.

Kinder dürfen über Taschengeld verfügen

Der sogenannte "Taschengeldparagraph" im Bürgerlichen Gesetzbuch besagt, dass Kinder bereits ab sieben Jahren beschränkt geschäftsfähig sind. Das heißt, sie können über ihr Taschengeld generell frei verfügen, egal ob das im Sparschwein oder auf der Bank deponiert ist. Letzteres setzt jedoch das Einverständnis der Eltern voraus. Sie müssen ihrem minderjährigen Kind eine Vollmacht erteilen, dass es selbst über sein auf dem Girokonto angespartes Geld verfügen darf.

Banken bieten ihren Junior-Kunden in der Regel auch Bankkarten an, mit denen sie am Automat Geld abheben und Kontoauszüge drucken lassen können. Allerdings müssen die Eltern vorher ihr Einverständnis zur Bankkarte gegeben haben.

Kinderkonto kommt nicht in die Miesen

Kinder- und Jugend-Girokonten sind Guthaben-Konten. Das heißt, es kann in der Regel nicht mehr Geld abgezogen werden, als aktuell auf dem Konto ist. Angaben des Sparkassen- und Giroverbands zufolge, können die Banken nur einen Dispo einräumen, wenn ihnen sowohl das Einverständnis der Eltern als auch das des Vormundschaftsgerichts vorliegt.

Die Höhe der Guthabenverzinsung schwankt von Bank zu Bank. Sie liegt aktuell ungefähr zwischen 0,25 Prozent bei der Sparkasse Dortmund und vier Prozent bei der Hypovereinsbank, wobei diese ihre hohen Zinsen nur im ersten Jahr und gekoppelt an eine Höchstsumme von 500 Euro auszahlt. Dazu gibt es bei vielen Instituten zur Kontoeröffnung einmalige Extra-Geschenke für die jungen Kunden. Die Bandbreite reicht hier vom Lego-Set über den Gutschein zum Musik-Download bis hin zu einem kleinen Start-Guthaben.

n-tv Test - Die besten Jugendgirokonten

Vergleichsrechner - Girokonten

Quelle: n-tv.de

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