Ratgeber
Montag, 18. Juli 2016

14 Jahre später: Kann man die D-Mark noch umtauschen?

Von Axel Witte

Auch wenn ihn viele nicht mögen - der Euro ist hierzulande offizielles Zahlungsmittel. Ungeachtet dessen wird die D-Mark noch immer gehortet - in Milliardenhöhe. Wer doch noch tauschen möchte, sollte die Herkunft des Geldes im Zweifel erklären können.

(Foto: imago stock&people)

Die D-Mark ist seit mehr als 14 Jahren passé. Und dennoch, rund 12,76 Milliarden D-Mark (6,53 Milliarden Euro) sind laut Deutscher Bundesbank noch im Umlauf - gehortet vor allem von Bundesbürgern, die entweder aus Sentimentalität, Sammelleidenschaft oder wenig Zutrauen in den Euro sich nicht von den alten Scheinen und Münzen trennen wollen. Und auch wenn Ökonomen über Sinn und Unsinn des Euros streiten, eine Rückkehr der alten Währung ist nicht absehbar. Und wenn, dann wohl auch nur im vollkommen neuen Gewand - sprich, die alte D-Mark hat als Zahlungsmittel definitiv ausgedient. 

Wer es sich leisten kann, ist nicht verpflichtet, sich von seinen alten Schätzen zu trennen. Für jene, die das Geld dann doch lieber ausgeben oder anlegen möchten, stellt sich die Frage: Kann die D-Mark noch umgetauscht werden und wenn ja, wo?

Die gute Nachricht ist: Ja, die alte Währung kann noch uneingeschränkt getauscht werden. Hierfür ist die Deutsche Bundesbank zuständig. Dies ist persönlich in einer der Filialen der Zentralbank Deutschlands möglich. Oder aber via Post bei der Filiale in Mainz. Herfür muss ein entsprechendes Formular ausgefüllt werden, welches zusammen mit dem Bargeld versandt werden muss. Wegen der Vielzahl an eingehenden Sendungen und der komplexen Bearbeitungsmodalitäten kann die Bearbeitung der einzelnen Sendung drei bis vier Wochen dauern. Innerhalb dieser Zeit wird die Deutsche Bundesbank Anfragen nach der Dauer der Bearbeitung nicht beantworten. Zudem sollten Umtauschwillige beachten, dass der Postversand mit Risiken einhergeht, für die der Empfänger nicht haftet.

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass bei einem gewünschten Umtausch von D-Mark im Gegenwert von 1000 Euro oder mehr die Bank vorab per Telefon oder E-Mail informiert werden muss. Die Bundesbank informiert den D-Mark-Besitzer dann, welche Angaben und Unterlagen zur Bearbeitung des Antrags zusätzlich eingebracht werden müssen.

Aber auch wer sein Geld persönlich am Schalter eintauschen möchte, muss damit rechnen, über die Herkunft des Bargeldes befragt zu werden. Dies ist auch bei Beträgen von unter 1000 Euro möglich. So soll vermieden werden, dass Schwarzgeld ungestraft reingewaschen wird. Bei größeren Summen, die beispielsweise im Keller eines geerbten Hauses aufgefunden wurden, ist zu beachten, dass diese, soweit nicht bereits beim Finanzamt angemeldet, durchaus eine Steuerpflicht nach sich ziehen können.

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Quelle: n-tv.de

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