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Objekt der Begierde: das iPhone 5. Um den passenden Handytarif zu bekommen, sollte man sich nicht auf die Beratung in Mobilfunkshops verlassen, rät die Verbraucherzentrale NRW.
Objekt der Begierde: das iPhone 5. Um den passenden Handytarif zu bekommen, sollte man sich nicht auf die Beratung in Mobilfunkshops verlassen, rät die Verbraucherzentrale NRW.(Foto: picture alliance / dpa)

Gebühren verschwiegen: Miese Beratung in Handyshops

Was so mancher Handynutzer bereits ahnt, bestätigt nun die Verbraucherzentrale NRW: Die Beratung in Mobilfunkshops ist häufig miserabel. Die Verbraucherschützer schicken Tester in 30 Läden - das Ergebnis fällt nicht erfreulich aus.

In Mobilfunkshops können Kunden laut einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nicht mit einer seriösen Beratung zu Tarifen und Preisen rechnen. "Wer einen Handyvertrag abschließen will, sollte besser nur gut informiert einen Mobilfunkshop betreten", empfehlen die Verbraucherschützer. Sie hatte Tester in 30 Läden der vier Mobilfunkanbieter Telekom, E-Plus, Mobilcom-Debitel und O2 in Köln, Düsseldorf und Neuss geschickt. Kein Kundengespräch sei "ohne gravierende Mängel" verlaufen, kritisierten die Verbraucherschützer.

So sei etwa der Anschlusspreis in keinem Tarifgespräch vom Verkäufer angesprochen worden, obwohl die meisten Anbieter bei Vertragsabschluss eine Gebühr kassieren. Erst auf Nachfrage nannten die Mitarbeiter in der Stichprobe die Zusatzkosten, die zwischen 24 und 35 Euro lagen. Offenbar gibt es dabei aber gewisse Spielräume: Die Hälfte der Verkäufer bot schließlich an, den Anschlusspreis nicht zu berechnen. Das ginge aber "nicht für jeden und nur heute", so der O-Ton eines Verkäufers.

Viele Tarife aus den Shops wurden im Internet mit zehn oder mehr Prozent Rabatt angeboten. Von sich aus wiesen die Verkäufer auf diese Option nicht hin. Das ist ihnen nicht vorzuwerfen – allerdings hätten viele Mitarbeiter auf ausdrückliche Nachfrage falsche Angaben gemacht, monieren die Verbraucherschützer. Das Gros der Verkäufer habe erklärt, dass ihr Preis mit dem im Internet identisch sei. Fünf von ihnen behaupteten sogar, dass der Vertragsabschluss online teurer sei.

Gerade mal 4 der 30 Verkäufer hätten auf die Preisvorteile im Internet hingewiesen, so die Verbraucherzentrale. Zwei von ihnen offerierten denselben Rabatt dann auch stationär. Das machte auf zwei Jahre addiert immerhin eine Ersparnis von 84 Euro aus. Dass die Preise nicht in Stein gemeißelt sind, zeigte sich auch an anderer Stelle: Sowohl beim Anschlusspreis als auch bei den Tarifen fanden die Testkunden gelegentlich sogar Unterschiede zwischen den Filialen eines Anbieters.

Vor allem mit Smartphones machen die Mobilfunkshops viel Umsatz. Experten sagen für dieses Jahr erneut einen Umsatzrekord voraus.

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Quelle: n-tv.de

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