Ratgeber

Gluckernde Heizung: Verbrauch bis zu 15 Prozent höher

Geräusche aus der Heizung verheißen meistens nichts Gutes. Ein Gluckern weist auf Luftbläschen hin, die sich in den Leitungen angesammelt haben. In diesem Fall sollte das Ventil kurz geöffnet werden, sonst drohen Mehrkosten. Auf Dauer stellen die Geräusche einen Mietmangel dar.

Entlüften spart Geld: Durch das Ventil an der Seite des Heizkörpers strömt erst die Luft aus den Leitungen, dann folgt Wasser.
Entlüften spart Geld: Durch das Ventil an der Seite des Heizkörpers strömt erst die Luft aus den Leitungen, dann folgt Wasser.(Foto: dpa-tmn)

Gluckert die Heizung, haben sich in den Wasserleitungen Luftblasen angesammelt. Das kostet den Haushalt Geld, denn die Luft behindert die Zirkulation des Heizwassers. Die Folge kann sein, dass der Heizkörper nicht richtig warm wird.

Die Anlage verbraucht dann um bis zu 15 Prozent mehr Energie, erklärt der Immobilienverband Deutschland (IVD). Die Luft lässt sich einfach entfernen: Mit einem kleinen Vierkantschlüssel das Entlüftungsventil des Heizkörpers öffnen, es befindet sich in der Regel an der Seite. Sobald daraus keine Luft mehr entweicht und Wasser austritt, kann das Ventil wieder geschlossen werden. Das kann der Mieter selbst übernehmen.

Regelmäßige Klopfgeräusche oder ständiges Rauschen und Knacken in der Heizung sind Mängel. Das bedeutet: Der Vermieter muss die Mängel abstellen und beseitigen, erklärt der Deutsche Mieterbund (DMB).

Treten Geräusche der Heizung trotzdem weiter auf, muss der Vermieter, nachdem er über das Problem informiert wurde, Handwerker bestellen. Deren Aufgabe ist es, die Ursache der Geräusche zu finden und zu beseitigen. Dabei kommt es nicht nur auf die konkrete Lautstärke der Klopfgeräusche an.

Deutliche, unterschiedlich laute Klopfgeräusche, von mehr oder weniger langen Pausen unterbrochen, wirken insbesondere bei Heizkörpern im Schlafzimmer als äußerst störend, so dass der Vermieter verpflichtet ist, den Mangel zu beseitigen, befand das Amtsgericht Hamburg (Az.: 47 C 2816/86). Bis dies geschehen ist, kann der Mieter die Miete mindern.

Das Landgericht Mannheim ging von einer Minderungsquote von 75 Prozent des auf das Schlafzimmer entfallenden Quadratmeterzinses aus (Az.: 4 S 95/77). Das Landgericht Darmstadt billigte den Mietern bei Klopfgeräuschen, die insbesondere nachts und in den frühen Morgenstunden auftraten, neben der Mietminderung auch das Recht zur fristlosen Kündigung zu, nachdem der Mangel trotz Fristsetzung des Mieters und einem vergeblichen Reparaturversuch nicht abgestellt wurde (Az.: 7 S 131/78).

Quelle: n-tv.de

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