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Nur drei Portale "gut": Preissuchmaschinen im Test

Auf der Suche nach dem nächsten Schnäppchen, gehen immer mehr online. Wer möchte schon mehr zahlen als nötig? Wer online einkauft, greift deshalb nicht selten auf Preissuchmaschinen zurück. Diese kostenlosen Dienste spüren die günstigsten Preise in Online-Shops auf. Doch stimmt das auch, und welcher Preisfinder ist der Beste?

Kann sich der Nutzer auf die angezeigten Preise verlassen? Sind es tatsächlich immer die besten Angebote? Und wie bedienungsfreundlich und nutzerorientiert sind die Vergleichsportale? Diese und weitere Fragen beantwortet der Test von zehn Preissuchmaschinen im Internet, den das Deutsche Institut für n-tv durchgeführt hat.

Bestpreissuche mit Fehlern

Die Preis-Vergleichsportale lieferten im Test bei weitem nicht immer die Bestpreisangebote. Der in diesem Punkt zuverlässigste Dienst zeigte immerhin noch bei jedem zweiten Produkt den günstigsten Shop an. Gleich zwei Preissuchmaschinen leisteten dies nur bei zehn Prozent der Suchanfragen. "Auch wenn die Abweichungen teils relativ gering ausfielen – die Preissuchmaschinen führen ihren eigentlichen Zweck nicht immer zuverlässig aus", kritisiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Nur drei Preissuchmaschinen sicherten sich im Gesamtergebnis das Qualitätsurteil "gut", vier zeigten eine insgesamt befriedigende Leistung. Drei Anbieter kamen über ein ausreichendes Ergebnis nicht hinaus.

Preise nicht immer aktuell

Der Test deckte zudem auf, dass nicht alle Preisangaben der Suchmaschinen auf dem aktuellsten Stand waren. Nur bei zwei der zehn getesteten Online-Dienste stellten sich die angezeigten Preise in den jeweiligen Online-Shops stets als korrekt heraus. "Der Verbraucher sollte sich einen kritischen Blick bewahren", rät Marktforschungsexperte Markus Hamer und erläutert: "Der erstplatzierte Suchtreffer ist nur das vermeintlich günstigste Angebot, das sich als veraltet herausstellen kann. Wer nicht aufpasst, zahlt für sein Wunschprodukt am Ende mehr als nötig."

Internetauftritt lässt Wünsche offen

Auch die Qualität der Internetauftritte erreichte im Schnitt lediglich ein befriedigendes Ergebnis. Positiv fiel auf, dass die meisten Portale durchdachte Sortier- und Filteroptionen der Suchtreffer und vielfältige Produktinformationen boten. Bewertungen der Online-Shops zählten dagegen nicht zum Standard. Auch der direkte Kundenservice wurde von den Preissuchmaschinen eher klein geschrieben. So boten nur drei der zehn Portale außerhalb des Impressums eine Telefonnummer für Nutzeranfragen, ein Kontaktformular stellte nur die Hälfte der Anbieter zur Verfügung.

Die Testsieger

Idealo.de wurde Testsieger mit dem Qualitätsurteil "gut" und punktete sowohl bei der Internetanalyse als auch bei der Analyse der Preissuche. In beiden Untersuchungsbereichen erzielte Idealo.de im Anbietervergleich den Bestwert. Der Internetauftritt überzeugte unter anderem mit vielfältigen Sortier- und Filteroptionen der Suchtreffer sowie nützlichen Tools wie einer Preisentwicklungsgrafik. Darüber hinaus zeigte die Preissuchmaschine häufiger als alle getesteten Dienste den günstigsten Preis für die geprüften Produkte an.

Billiger.de positionierte sich im Gesamtergebnis auf Rang zwei. Das Unternehmen (Qualitätsurteil: "gut") sicherte sich im Servicebereich Internet und der Analyse der Preissuche jeweils den zweiten Platz. Im Internet standen dem Nutzer beispielsweise viele Informationen bei der Produktübersicht, ein Merkzettel oder ein persönlicher Bereich zur Verfügung. Für immerhin 40 Prozent der Produkte spürte Billiger.de die jeweils günstigsten Angebote auf.

Platz drei belegte Preis.de mit einem ebenfalls guten Gesamtergebnis. Der Internetauftritt war insgesamt befriedigend. Allerdings hatte der Dienst bei der Nutzerbetrachtung, einem Teilbereich der Internetanalyse, die Nase vorn. Hier wurde als ein Schwerpunkt die Bedienungsfreundlichkeit des Internetauftritts untersucht und bewertet. In der Analyse der Preissuche landete Preis.de auf Platz vier.

Quelle: n-tv.de

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