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Derzeit gewinnt Windows 10 neue Nutzer vor allem durch Neukäufe hinzu, Umsteiger gibt es nur noch wenige.
Derzeit gewinnt Windows 10 neue Nutzer vor allem durch Neukäufe hinzu, Umsteiger gibt es nur noch wenige.(Foto: kwe)

Noch weit hinter Windows 7: Windows 10 wächst langsam, aber stetig

Microsofts jüngstes Betriebssystem Windows 10 legt zwar auch im Februar weiter zu und überholt erstmals den Vorgänger. Aber nach wie vor sind Windows-7-Nutzer kaum zum Upgrade bereit.

Bis Mitte 2018 soll Windows 10 nach Microsofts Vorstellungen auf einer Milliarde Geräte laufen. Noch ist das im vergangenen April vorgegebene Ziel erreichbar, immerhin knackte das Betriebssystem dank Xbox-Integration im Januar die 200-Millionen-Marke. Microsoft muss aber geduldig und auch mit kleinen Fortschritten zufrieden sein. Denn nach einem starken Start im August, verlangsamte sich das Wachstum deutlich und dümpelt seitdem bei rund einem Prozentpunkt pro Monat herum. So hat Windows 10 im Februar laut Zahlen von Netmarketshare einen weltweiten Marktanteil bei den Desktop-Systemen von 12,82 Prozent erreicht, im Januar waren es noch 11,85 Prozent.

Immerhin konnte Microsofts jüngstes Betriebssystem so nach dem Uralt-XP jetzt auch Windows 8 und 8.1 hinter sich lassen, die zusammen nur noch einen Anteil von 12,26 Prozent haben. Microsoft gelingt es aber offensichtlich trotz aller Drängelei nicht, die große Masse der Windows-7-Nutzer von einem Upgrade zu überzeugen. Der Verkaufsschlager aus dem Jahr 2009 liegt mit 52,34 Prozent immer noch weit vorne und hat im Vergleich zum Vormonat auch nur um 0,13 Prozentpunkte nachgegeben.

Frist läuft Ende Juli ab

Offenbar generiert sich das Wachstum von Windows 10 derzeit fast ausschließlich aus Neuverkäufen. Upgrades von XP-Rechnern sind kaum noch zu erwarten, da Microsoft hier kein kostenloses Windows 10 zur Verfügung stellt und die Geräte wohl auch schon viel zu alt sind. Bei Windows 7 läuft Microsofts erweiterter Support noch bis Januar 2020, Nutzer haben bis dahin also noch ein sicheres und vermutlich stabiles Betriebssystem, wenn sie den Umstieg verweigern. Und das könnten wegen der anhaltenden Diskussionen über den Datenschutz bei Windows 10 auch viele Nutzer durchziehen. Andererseits läuft die kostenlose Upgrade-Frist noch bis Ende Juli. Im Laufe des Frühjahrs könnte die Zahl der Wechsler also auch noch deutlich steigen.

Quelle: n-tv.de

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