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Auf der Erde steigt die Durchschnittstemperatur.
Auf der Erde steigt die Durchschnittstemperatur.(Foto: picture alliance / dpa)

Bericht des Weltklimarates : Auf der Erde wird es noch wärmer

Überschwemmungen, Stürme, Dürren: Vor der Sitzung des Weltklimarates IPCC sind Details aus dem neuen Klimabericht bekannt geworden. Die Szenarien für die Klimaentwicklung in den kommenden Jahrzehnten sind noch düsterer als zuvor.

Die steigenden Temperaturen auf der Erde sorgen seit Jahren für Alarmstimmung. Ein neuer Bericht des Weltklimarates IPCC macht da keine Ausnahme. Erste Details aus dem noch unveröffentlichten Papier verheißen nichts Gutes: Für die kommenden Jahrzehnte malen Klimaforscher düstere Szenarien aus. Im Bericht des Weltklimarates werden vier verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie sich das Klima bis zum Jahr 2100 entwickeln könnte.

Nur ein Szenario geht davon aus, dass die Erderwärmung unterhalb der entscheidenden Zwei-Grad-Marke bleibt. Errechnet wurde dabei eine Spanne zwischen 0,3 und 1,7 Grad Celsius, im mathematischen Mittel also 1,0 Grad. Das schlimmste IPCC-Szenario kommt dagegen auf einen durchschnittlichen Temperaturanstieg zwischen 2,6 und 4,8 Grad, im Mittel also 3,7 Grad. Dabei muss jeweils noch berücksichtigt werden, dass die Durchschnittstemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bereits um etwa 0,8 Grad angestiegen ist.

Der Großteil der Klimawissenschaftler hält einen Temperaturanstieg um mehr als zwei Grad für kaum beherrschbar. Schließlich wächst mit der Durchschnittstemperatur das Risiko für Dürren und Stürme. Außerdem steigen die Meeresspiegel und damit die Gefahr von Überflutungen.

Stärkerer Anstieg des Meeresspiegels

Der IPCC geht mittlerweile offenbar von einem noch stärkeren Anstieg der Meeresspiegel aus. Umfassten seine Szenarien beim vierten Sachstandsbericht 2007 noch Zuwächse zwischen von 18 bis 59 Zentimeter bis zum Jahr 2100, werden nun laut Entwurf 26 bis 81 Zentimeter genannt.

Dass der Mensch die Hauptverantwortung für die gefährliche Erderwärmung trägt, daran hat der IPCC kaum mehr Zweifel. Hatte er die Wahrscheinlichkeit dafür 2007 schon bei 90 Prozent gesehen, geht er jetzt laut Berichtsentwurf sogar von einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit aus.

Genaue Handlungsempfehlungen gibt der IPCC allerdings nicht ab. Das Gremium will den politischen Entscheidungsträgern lediglich einen umfassenden Überblick über die Erkenntnisse der Klimawissenschaft geben - die Konsequenzen daraus müssen die Politiker dann selbst ziehen.

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Quelle: n-tv.de

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