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Bis 2020 sollen insgesamt 150 Millionen Hektar Wälder wiederaufgebaut werden.
Bis 2020 sollen insgesamt 150 Millionen Hektar Wälder wiederaufgebaut werden.(Foto: dpa)
Sonntag, 22. März 2015

Weltweite Wiederaufforstung: Deutschland hilft beim Bäumepflanzen

Auch in den kommenden Jahren will sich Deutschland für den Wiederaufbau von zerstörten Wäldern und Landschaften engagieren. Bis 2020 soll eine Fläche, die viermal so groß ist wie Deutschland, renaturiert werden.

Der weltweite Wiederaufbau von Wäldern und Landschaften kommt nach den Worten von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks voran. "Wir sind auf einem guten Weg zu unserem Ziel, bis 2020 insgesamt 150 Millionen Hektar zerstörte Wälder wiederaufzubauen", sagte die SPD-Politikerin anlässlich der zweiten internationalen "Bonn Challenge"-Konferenz, an der Umweltminister aus aller Welt teilnahmen. Seit dem ersten Treffen im Jahr 2011 brachten die beteiligten Staaten laut Hendricks bereits den Wiederaufbau von mehr als 60 Millionen Hektar auf den Weg.

Das Treffen ist die wichtigste internationale Konferenz zum Wiederaufbau von Wäldern. Sie vereint eine Gruppe von engagierten Staaten wie Indonesien, China, Brasilien, Costa Rica oder Südkorea mit Geberländern wie Deutschland und Norwegen, engagierten Unternehmen und Organisationen. Das 2011 ausgerufene Ziel von 150 Millionen Hektar wiederaufgebauten Wäldern und Landschaften entspricht einer Fläche, die vier Mal so groß wie Deutschland ist.

Wiederherstellung der "Lebensgrundlage"

"Mit dem Wiederaufbau von Wäldern können wir mehrere Ziele zugleich verfolgen: Wir tun etwas gegen den Klimawandel, gegen das Artensterben und helfen mit, die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen wiederherzustellen", erklärte Hendricks.

Das Bundesumweltministerium hat nach eigenen Angaben seit 2011 Entwicklungsländer bei der Umsetzung der "Bonn Challenge" mit insgesamt rund 50 Millionen Euro unterstützt, in den nächsten Jahren stellt es für Projekte zum Wiederaufbau von Wäldern weitere 40 Millionen Euro zur Verfügung. Damit soll zum Beispiel Ruanda dabei unterstützt werden, mit der lokalen Bevölkerung eine Strategie für den Wiederaufbau von Wäldern zu entwickeln.

Quelle: n-tv.de

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