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Ein Baum vor dem mit Sternen übersäten Nachthimmel.
Ein Baum vor dem mit Sternen übersäten Nachthimmel.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Sonne, Mond und Sterne im Jahr 2013: Es gibt viel zu sehen

Ströme von Sternschnuppen und der Komet Ison - der Sternenhimmel 2013 birgt so manche Überraschung. Auch fünf Finsternisse wird es geben. Die meisten sind jedoch von Deutschland aus nicht zu sehen.

Zu Beginn des Jahres 2013 glänzt am winterlichen Sternenhimmel ein besonders auffälliges Gestirn: Jupiter. Der Riesenplanet steht abends hoch im Süden im Sternbild Stier. Er passiert gerade das Goldene Tor der scheinbaren Sonnenbahn, das von den beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden markiert wird. Der zunehmende Mond zieht am 22. Januar knapp südlich an Jupiter vorbei.

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Venus eröffnet den Jahresreigen als Morgenstern. Allerdings ist der innere Nachbarplanet der Erde nicht mehr besonders auffällig. Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes begegnet dem Morgenstern am 10. Januar in der Morgendämmerung - ein hübscher Himmelsanblick gegen 7.45 U hr in südöstlicher Richtung. Auch Saturn ist am Morgenhimmel mit von der Partie. Allerdings erscheint der Ringplanet wesentlich lichtschwächer als Venus. Gegen Ende Januar zieht Venus sich vom Morgenhimmel zurück und wird unsichtbar. Erst Mitte Mai erscheint sie dann am Abendhimmel.

Fünfmal wirds dunkel

Fünf Finsternisse ereignen sich 2013, darunter eine ringförmige Sonnenfinsternis am 9. Mai und eine totale Sonnenfinsternis am 3. November. Beide sind aber von Mitteleuropa aus nicht zu beobachten.

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Am 25. April findet eine partielle Mondfinsternis statt, die in den Abendstunden von Deutschland aus sichtbar ist. Zum Höhepun kt der Finsternis um 22.07 Uhr Sommerzeit stehen allerdings nur eineinhalb Prozent des Durchmessers der Mondscheibe im Kernschatten der Erde.

Am 25. Mai und in der Nacht vom 18. auf 19. Oktober wandert der Mond teilweise durch den Halbschatten der Erde. Lediglich die Halbschattenfinsternis im Oktober kann bei uns verfolgt werden. Zur Mitte der Finsternis um 1.50 Uhr befinden sich 79 Prozent des Mondscheiben-Durchmessers im Halbschatten.

Aufmerksame Beobachter bemerken dann eine leichte, graue Verschleierung der Südkalotte des Mondes. Den meisten Nachtschwärmern wird am Vollmond allerdings nichts Besonderes auffallen, so unscheinbar sind Halbschattenfinsternisse des Mondes.

Ein heller Schweifstern zeigt sich 2013. Komet Ison mit der Katalog-Nummer C/2012-S1 soll Ende November so hell wie der Vollmond werden. Allerdings wird er zu dieser Zeit nahe der Sonne stehen und nur am Taghimmel als blasses Wölkchen zu erkennen sein.

Die Erde und das Sonnenlicht

Astronomisch gesehen beginnt das Jahr bereits am 31. Dezember 2012 um 5.22 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Zu Jahresbeginn hält sich die Sonne im Sternbild Schütze nahe dem Stern Nunki auf.

Am frühen Morgen des 2. Januar eilt die Erde durch ihren sonnennächsten Bahnpunkt, wobei sie 147.098.000 Kilometer vom Tagesgestirn trennen. Das Sonnenlicht erreicht uns nach acht Minuten und zehn Sekunden. Am Nachmittag des 5. Juli passiert die Erde den sonnenfernsten Punkt ihrer elliptischen Bahn: Sie ist 152.097.000 Kilometer entfernt. Daher ist das Sonnenlicht dann 17 Sekunden länger zu uns unterwegs als Anfang Januar.

Der astronomische Frühling hält seinen Einzug am 20. März um 12.02 Uhr MEZ, wenn die Sonne den Himmelsäquator in nördlicher Richtung überschreitet. Es tritt die Tagundnachtgleiche ein. Den Gipfel ihrer Jahresbahn erklimmt die Sonne zu Sommerbeginn am 21. Juni um 7.04 Uhr MESZ. Der astronomische Herbst beginnt am 22. September um 22.44 MESZ mit dem Wechsel der Sonne auf die südliche Himmelssphäre. Zu Winterbeginn am 21. Dezember um 18.11 Uhr MEZ nimmt die Sonne ihren Jahrestiefststand ein - wir erleben die längste Nacht des Jahres.

Sichtbar – unsichtbar - sichtbar

Merkur zeigt sich den bloßen Augen immer nur wenige Tage im Jahr. Vom 6. bis 22. Februar kann man den flinken Planeten tief am Südwesthimmel etwa eine halbe Stunde in der Abenddämmerung sehen. Eine zweite Chance, ihn abends zu erblicken, bietet Merkur Ende Mai bis Mitte Juni. Am Morgenhimmel kann man ihn im ersten Augustdrittel sowie Mitte November bis Anfang Dezember erspähen.

Venus beginnt das Jahr als Morgenstern. Ende Januar verschwindet sie vom Morgenhimmel. Am 28. März überholt sie die Sonne im Tierkreis. Sie hält sich am Taghimmel auf und ist nachts unsichtbar. Mitte Mai erscheint sie am Abendhimmel. Bis über das Jahresende hinaus spielt sie ihre Rolle als Abendstern. Anfang Dezember erstrahlt sie im größten Glanz.

Mars zieht sich im Januar vom Abendhimmel zurück. Ende Juli taucht der Rote Planet am Morgenhimmel auf. Bis Ende 2013 wird Mars zu einem auffälligen Gestirn im Sternbild Jungfrau, das man in der zweiten Nachthälfte beobachten kann.

Jupiter schmückt im ersten Jahresdrittel mit seinem Glanz den Abendhimmel. Nach Venus ist der Riesenplanet das hellste Gestirn am Nachthimmel - vom Mond abgesehen. Mitte Mai wird Jupiter unsichtbar. Die Sonne überholt ihn am 19. Juni. Ab Ende Juli kann man ihn am Morgenhimmel sehen. Bis Ende Dezember dehnt er seine Sichtbarkeit auf die ganze Nacht aus, wobei er sich im Sternbild Zwillinge aufhält.

Saturn kommt am 28. April in Opposition zur Sonne. Der Ringplanet kann die gesamte Nacht über im Sternbild Waage beobachtet werden. Von Mitte September bis Mitte Dezember verbirgt er sich in den Strahlen der Sonne und kommt erst gegen Ende 2013 am Morgenhimmel wieder zum Vorschein.

Sternschnuppen am Himmel

Zu Jahresbeginn erscheinen die Meteore der Quadrantiden. Dieser periodische Meteorstrom liefert im Maximum um den 4. Januar bis zu 130 Sternschnuppen pro Stunde. Damit zählen die Quadrantiden zu den ergiebigsten Meteorströmen des Jahres.

In der ersten Mai-Woche tauchen die Eta-Aquariden auf. Sie scheinen dem Sternbild Wassermann zu entströmen. Das ausgeprägte Maximum wird in den Morgenstunden des 4. Mai erwartet. Dann flammen bis zu 40 Meteore pro Stunde auf.

Im August wird der ergiebigste Sternschnuppen-Schauer des ganzen Jahres aktiv. Vom 10. bis 14. flammen die Perseiden auf. Unter ihnen sind auch recht helle Objekte, die man als Boliden oder Feuerkugeln bezeichnet. Der Höhepunkt wird in der Nacht vom 11. auf 12. August erreicht. Dann leuchten mehr als hundert Meteore pro Stunde auf.

Mitte November machen sich am Morgenhimmel die Leoniden bemerkbar. Sie scheinen dem Sternbild Löwe zu entspringen. Um den 18. sind rund 50 Sternschnuppen dieses Stromes zu registrieren.

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Quelle: n-tv.de

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