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Das Ziel einer Mondmission wurde vorerst aufgegeben. Stattdessen widmet sich die Esa gemeinsam mit der Russischen Raumfahrtagentur dem Mars.
Das Ziel einer Mondmission wurde vorerst aufgegeben. Stattdessen widmet sich die Esa gemeinsam mit der Russischen Raumfahrtagentur dem Mars.(Foto: picture alliance / dpa)

Euro-russische Mission: Esa will auf den Mars

Derzeit zieht das erste Roboterfahrzeug auf dem Mars seine Runden, gebaut von den USA. Russland und Europa wollen nun nachziehen und "Curiosity" Gesellschaft verschaffen. In sechs Jahren soll es so weit sein.

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Die amerikanische Nasa war schneller, doch nun wollen auch Europa und Russland Forschungssonden in Richtung Mars schicken und dort nach Lebenszeichen suchen lassen. Ein Vertragsentwurf sehe vor, dass Russland Trägerraketen für den Start ins All bereitstelle, heißt es aus dem Umfeld der Mitgliederkonferenz der Europäischen Raumfahrtagentur Esa im italienischen Neapel. Das Marsprogramm sieht den Start einer Atmosphärensonde im März 2016 und eines Landegeräts 2018 vor.

Aus dem 2005 begonnenen ExoMars-Projekt, in das bislang 400 Millionen Euro investiert wurden, hatte sich die US-Raumfahrtorganisation NASA im Februar zurückgezogen. "Wir sind optimistisch, wieder auf dem richtigen Weg zu sein", sagte der britische Wissenschaftsminister David Willetts am Rande des Treffens. Die erste Sonde soll nach Methangas und anderen biologischen Hinweisen auf Leben in der Marsatmosphäre suchen, mit dem zweiten Raketenstart soll ein sechsrädriger Rover ähnlich dem "Curiosity" der Nasa auf dem Roten Planeten landen.

Vorerst abgelehnt worden seien hingegen das Projekt einer Mondsonde sowie das eines europäisch-chinesischen Wettersatellitenprogramms.

Neue Ariane-Version kommt

Deutschland und Frankreich einigten sich zudem bei dem Treffen, einen Nachfolger der Ariane-5-Rakete zu bauen. Eine modifizierte Version der derzeit verwendeten Rakete solle erstmals 2017 ins All starten. Bei der Konferenz berieten sich die Forschungsminister der 20 ESA-Mitgliedstaaten.

In den Verhandlungen habe es auch bei der Unterstützung der Internationalen Weltraumstation ISS einen Kompromiss gegeben, erklärte der Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Peter Hintze. Sie solle bis 2020 über eine Sachleistung erfolgen. Die ESA werde der US-Raumfahrtbehörde NASA ein Servicemodul für einen Raumgleiter zur Verfügung stellen. Hintze zeigte sich sehr zufrieden: Paris und Berlin hätten auf der Ratstagung in zentralen Fragen strittige Punkte ausgeräumt.

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Quelle: n-tv.de

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