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Bisher nur ein handtellergroßes Modell - aber komplett aus Asteroidenstaub.
Bisher nur ein handtellergroßes Modell - aber komplett aus Asteroidenstaub.(Foto: Planetary Resources)

Meilenstein für Fabriken im All: Firma druckt Objekt aus Asteroidenstaub

Ein futuristisches Objekt, nicht größer als eine Faust: Erstmals stellt eine US-Firma einen Prototyp eines Raumschiffes her. Er besteht komplett aus den Metallen eines Asteroiden. Funktionstüchtig ist das Gerät nicht - es visualisiert aber eine große Vision.

Bauen Menschen in Zukunft Rohstoffe im All ab? Die US-Firma Planetary Resources ist davon fest überzeugt. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, damit bereits in wenigen Jahren zu beginnen. "Asteroid Mining" nennt sich das Vorhaben, das wie Science-Fiction klingt, an dem aber schon heute gearbeitet wird. Die Ingenieure von Planetary Resources haben nun erstmals mittels eines 3D-Druckers aus den Überresten eines Asteroiden den Prototyp eines Raumfahrzeugs hergestellt.

Die Erde mussten sie dabei allerdings nicht verlassen: Reste von Asteroiden findet man auch auf unserem Planeten zuhauf. Für den Druck in einem Metall-3D-Drucker hat "Planetary Resources" die Reste eines Meteoriten in Argentinien verwendet, der aus Eisen, Nickel und Kobalt besteht. Das außerirdische Gestein wurde pulverisiert, zerstäubt und dann zu einem handtellergroßen Modell verarbeitet. Den Angaben der Firma zufolge könnte das Modell so oder ähnlich auch von einem 3D-Drucker in der Schwerelosigkeit hergestellt werden.

Funktionstüchtig ist der Prototyp nicht, er stellt aber das erste jemals komplett aus außerirdischen Materialien mittels 3D-Drucker hergestellte Objekt dar. Es dient zur Visualisierung eines Meilensteins, den "Asteroid-Mining"-Firmen erreichen müssen: Die Geräte, die zum Rohstoffabbau im All benötigt werden, vor Ort herzustellen.

"Wir könnten das ganze Zeug auch auf der Erde herstellen und dann ins All transportieren - es kostet aber Dutzende Millionen Dollar für jede Tonne Material, die wir ins All befördern", sagt Planetary-Resources-CEO Chris Lewicki dem Magazin "Engadget". Viel effektiver sei es, die Materialien im All zu nutzen und die benötigten Geräte dort vor Ort zu produzieren.

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Quelle: n-tv.de

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