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Das Gesicht unseres Planeten verändert sich: Eine Eisschmelze in der Ostantarktis bedeutet eine große Gefahr für Küstenstädte wie Mumbai in Indien.
Das Gesicht unseres Planeten verändert sich: Eine Eisschmelze in der Ostantarktis bedeutet eine große Gefahr für Küstenstädte wie Mumbai in Indien.(Foto: REUTERS)

Auch in der Ostantarktis: Forscher warnen vor fataler Eisschmelze

Die Westantarktis galt bei Klimaforschern schon länger als instabil. Neuesten Erkenntnissen zufolge ist aber auch der Osten in Gefahr. Dort droht ein riesiger "Eispfropfen" abzuschmelzen - mit drastischen Folgen für den Meeresspiegel.

Deutsche Forscher warnen vor einer großen Eisschmelze in der Ostantarktis. Durch das Verschwinden eines "Eispfropfens" in Folge der Klimaerwärmung könnte sich eine riesige Eismasse im Wilkes-Land südlich von Australien in den Ozean ergießen und den Meeresspiegel dramatisch steigen lassen, schreiben die Experten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einem in der Zeitschrift "Nature Climate Change" veröffentlichten Aufsatz. Innerhalb von mehreren tausend Jahren würde sich der Meeresspiegel um drei bis vier Meter erhöhen.

"Bislang galt nur die Westantarktis als instabil, aber jetzt wissen wir, dass ihr zehnmal größeres Gegenstück im Osten möglicherweise auch in Gefahr ist", erklärte der an der Studie beteiligte PIK-Forscher Anders Levermann. Den Simulationen der Wissenschaftler zufolge würde ein Abschmelzen des relativ kleinen "Eiskorkens", der das Eisfeld derzeit zum Meer hin begrenzt, einen unaufhaltsamen Prozess auslösen. Das Eis liegt in einem riesigen Tal, das zum Landesinneren hin abfällt.

Selbst wenn der Klimawandel danach gestoppt werden könnte, würde das gesamte Eisfeld nach und nach ins Meer fließen und schmelzen. "Das ist das grundlegende Problem hier", sagte der PIK-Experte Matthias Mendel.

Der durch Leerlaufen und Abschmelzen des Eisbeckens im Wilkes-Land ausgelöste Meeresspiegelanstieg würde nach Einschätzung der Wissenschaftler "das Gesicht unseres Planeten verändern". Mit "großer Wahrscheinlichkeit" wären Küstenstädte wie New York, Tokio, Mumbai und Dublin einem erheblichen Überflutungsrisiko ausgesetzt.  Die Experten stützen sich auf Computersimulationen des Eisflusses, die sie mit neuen Daten zur Topografie des fraglichen Gebiets fütterten.

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Quelle: n-tv.de

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