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Gift auf dem KassenbonHaut kann Bisphenol A aufnehmen

29.10.2010, 08:41 Uhr
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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Chemikalie Bisphenol A steht unter Verdacht, gesundheitliche Schäden beim Menschen zu verursachen. Umso bedenklicher ist es, dass der Stoff, der auch auf Kassenbons klebt, über die Haut aufgenommen werden kann.

Die umstrittene Chemikalie Bisphenol A (BPA) kann einer Studie französischer Wissenschaftler zufolge auch über die Haut in den menschlichen Organismus gelangen. In Testreihen sei "erstmals nachgewiesen worden, dass die Haut wahrscheinlich ein weiteres Eingangstor für BPA darstellt", teilte die Forschergruppe von Frankreichs Nationalem Institut für Agrarforschung (INRA) mit. Ihre Versuche nahmen die Wissenschaftler dabei an Schweineohren vor, die in ihrer Zellbeschaffenheit der menschlichen Haut ähneln.

Der hormonell wirkende Stoff Bisphenol A steht unter anderem im Verdacht, unfruchtbar zu machen, die Gehirnentwicklung zu schädigen oder Brustkrebs auszulösen. BPA ist auch in Thermopapier enthalten, das unter anderem für Kassenbons, Tickets und Belege verwendet wird. Die US-Organisation Environmental Working Group veröffentlichte im August Zahlen, wonach bis zu 40 Prozent der Kassenbelege und Supermarktquittungen BPA enthalten.

Quelle: AFP