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Kirobo spricht Japanisch, kann sich bewegen und ist in der Lage, Gesichter wiederzuerkennen.
Kirobo spricht Japanisch, kann sich bewegen und ist in der Lage, Gesichter wiederzuerkennen.(Foto: REUTERS)

Ein Roboter als Gesprächspartner: Kirobo beendet Einsamkeit der Astronauten

Der japanische Roboter Kirobo ist auf dem Weg zur Raumstation ISS. Er soll den Astronauten Gesellschaft leisten und ihnen emotionale Unterstützung bieten bei ihrem langen Aufenthalt im All. Unklar ist allerdings, ob Kirobo in der Schwerelosigkeit überhaupt zurechtkommt.

Japan hat erstmals einen Roboter-Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Eine Rakete vom Typ H-2B brachte ein Versorgungsmodul samt dem Androiden namens Kirobo erfolgreich ins All. Der Raketenstart vom Weltraumbahnhof auf der Südinsel Tanegashima sei nach Plan verlaufen. Kurz darauf habe sich das Modul HTV4 abgekoppelt, sagt ein Sprecher der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.

Der Roboter soll dem japanischen Astronauten Koichi Wakata Gesellschaft leisten. Wakata wird in Kürze zur ISS fliegen. Er ist der erste Japaner, der die Raumstation kommandieren wird. Dabei soll ihm der nur 34 Zentimeter große und rund ein Kilogramm schwere Androide als Gesprächspartner dienen und die Konversation an Bord zum Teil aufzeichnen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von dem Einsatz vor allem Erkenntnisse über Möglichkeiten emotionaler Unterstützung menschlicher Astronauten durch Roboter während langer Aufenthalte im All.

"Ein großer Schritt für einen Roboter"

Nach Angaben seines Schöpfers Tomotaka Takahashi ist der Androide unter anderem in der Lage, das Gesicht Wakatas wiederzuerkennen. Außerdem verfüge er über eine große Bandbreite an Bewegungen. Eine Kostprobe gab Kirobo bereits bei seiner Präsentation: "Das scheint ein kleiner Schritt zu sein, aber es ist ein großer Schritt für einen Roboter", sagte er über seine bevorstehende Mission und hob dabei ein Bein.

Unklar ist, ob der Roboter mit den äußeren Umständen zurecht kommen wird. Um zu überprüfen, ob die Schwerelosigkeit im All Kirobo zu schaffen macht, bleibt ein baugleicher Roboter namens Mirata auf der Erde, der die gleichen Aufgaben bewältigen muss. Neben dem Roboter-Astronauten hat das japanische Versorgungsmodul unter anderem Trinkwasser, Lebensmittel, Kleidung und Arbeitsmaterialien für die ISS-Crew an Bord.

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Quelle: n-tv.de

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