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Die Optikmaschine soll extrem genaue Teleskopspiegel für die Weltraumforschung produzieren.
Die Optikmaschine soll extrem genaue Teleskopspiegel für die Weltraumforschung produzieren.(Foto: picture alliance / dpa)

Weltweit größte Optikmaschine: Präzise Teleskopspiegel im Bau

Im niederbayerischen Deggendorf geht die größte Optikmaschine der Welt in Betrieb: Das 85 Tonnen schwere Gerät soll extrem genaue Teleskopspiegel für die Weltraumforschung produzieren. Die bayerischen Forscher verfolgen ein ehrgeiziges Ziel: Sie wollen bei der Europäischen Südsternwarte mitmischen.

In Niederbayern hat die nach Angaben der Hochschule Deggendorf größte Optikmaschine der Welt ihren Betrieb aufgenommen. Die 85 Tonnen schwere und sieben Meter hohe Maschine soll präzise Teleskopspiegel für die Weltraumforschung mit bis zu zwei Metern Durchmesser serienmäßig herstellen.

In diesem Bereich gebe es einen erheblichen Bedarf an qualitativ hochwertigen Spiegeln, der von den wenigen Herstellern schon jetzt nicht gedeckt werden könne, sagte Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch bei einem Festakt in Teisnach. "Erfolgreiche Versuche mit der neuen Maschine werden deshalb zu Meilensteinen für den Technologiecampus, die Hochschule Deggendorf und die gesamte bayerische Forschungslandschaft."

Weltweit größtes Teleskop

Noch Ende dieses Jahres soll die Produktion in Niederbayern beginnen. Zunächst stehen monatelange Programmierungsprozesse an. Ziel der Forscher ist es, beim weltweit größten Teleskop der Europäischen Südsternwarte (Eso) mitzumischen.

In der chilenischen Atacama-Wüste soll bis 2018 das größte erdgestützte Teleskop mit einem Durchmesser von 40 Metern errichtet werden. Dieses besteht aus etwa 800 Einzelspiegeln. Erste Kontakte seien geknüpft, erläuterte Christian Murauer von der Hochschule Deggendorf. Der Freistaat hatte das Projekt mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

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Quelle: n-tv.de

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