Wissen
Fischerei plündert die Weltmeere: Fast überall werden mehr Fische gefangen, als natürlich nachwachsen können.
Fischerei plündert die Weltmeere: Fast überall werden mehr Fische gefangen, als natürlich nachwachsen können.(Foto: picture alliance / dpa)

Die Welt ist erschöpft: Ressourcen schon jetzt verbraucht

Ab jetzt auf Pump: Alle natürlichen Ressourcen für 2012 sind schon jetzt aufgebraucht. Ob Holz, Fische oder Früchte: Der Mensch verbraucht in allen Bereichen mehr, als die Erde nachliefern kann. Der WWF fordert dazu auf, Produktions- und Konsumgewohnheiten zu ändern. Am besten sofort.

"Ab heute leben wir auf Pump", sagt Christoph Heinrich, Geschäftsleiter Naturschutz des WWF Deutschland,  und ruft den sogenannten "Welterschöpfungstag" aus. Nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation haben die Menschen alle Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann, nach weniger als neun Monaten aufgebraucht. Der "Welterschöpfungstag" markiert genau diesen Zeitpunkt.

Berechnet wird er mithilfe eines ökologischen Fußabdrucks von einem internationalen Netzwerk, an dem auch der WWF beteiligt ist. Dabei wird der Verbrauch von Holz, landwirtschaftlichen Früchten und Fischen berücksichtigt und das Potenzial der CO2-Speicherung in der Biosphäre. Aus den Kapazitäten berechnete das Netzwerk einen Durchschnitt und legte ihn auf 365 Tage um.

Anderthalb Erden nötig

Besonders besorgniserregend ist laut WWF, dass die begrenzten Ressourcen durch den weiter wachsenden Konsum und die steigende Weltbevölkerung immer schneller verbraucht werden. Der "Welterschöpfungstag" rückt im Kalender jedes Jahr ein Stück weiter nach vorn. Im Moment beanspruche die Menschheit bereits so viele Ressourcen, dass eineinhalb Erden notwendig wären, um diese nachhaltig bereitzustellen.

"Die bittere Ironie ist, dass die ärmeren Länder am wenigsten für die Übernutzung des Planeten können, gleichzeitig aber am stärksten unter den Folgen leiden", sagt Heinrich. Die Verantwortung für die Übernutzung des Planeten tragen laut WWF vor allem die reichen Länder.

Um den Bedrohungen zu begegnen, fordert der WWF unter anderem dazu auf, den Anteil nachhaltiger erneuerbarer Energien zu steigern, die Ökosysteme besser zu schützen, die Waldvernichtung zu stoppen und umweltfreundlicher zu produzieren und konsumieren.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen