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Schmerzsignale können im Gehirn lokalisiert und sichtbar gemacht werden.
Schmerzsignale können im Gehirn lokalisiert und sichtbar gemacht werden.(Foto: dpa)

Medikamente wirken wirklich: Schmerzsignal kann man messen

Schmerzempfinden kann im Gehirn gemessen werden. Eine Studie findet nun heraus: Obwohl jeder Mensch Schmerzen unterschiedlich stark empfindet, sind die im Gehirn eintreffenden Signale fast identisch.

Obwohl das Schmerzempfinden als subjektiv gilt, können die im Gehirn eintreffenden Schmerzsignale objektiv nachgewiesen und verglichen werden. Zu diesem Schluss kommt eine US-Studie, die in der jüngsten Ausgabe des "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wird. Demnach können die Schmerzsignale im Gehirn lokalisiert und sichtbar gemacht werden. Die Wissenschaftler um Tor Wager von der Universität von Colorado kamen nach eigenen Angaben auf eine Vorhersage-Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 Prozent.

Für die Studie wurden Daten von 114 Freiwilligen ausgewertet. Diese mussten am linken Unterarm Wärme- und Hitze-Einwirkungen über sich ergehen lassen. Die Wissenschaftler hatten vermutet, das Schmerzempfinden werde weit auseinander liegen - abmessbar an unterschiedlichen Signalen im Gehirn. Die Signale, die jedoch tatsächlich bei den Probanden im Gehirn eintrafen, waren weitgehend identisch.

Bisher habe es keinen "klinisch akzeptablen" Maßstab für das Schmerzempfinden gegeben, sagte der Neurologe Wager. Fortan sei es jedoch möglich, "übereinstimmende Reaktionen" in diversen Gehirn-Bereichen nachzuweisen und zu messen. Zudem sei bei den Messungen offenkundig geworden, dass schmerzlindernde Medikamente tatsächlich niedrigere Ausschläge bei den Messungen von Schmerzimpulsen zur Folge hatten.

Quelle: n-tv.de

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