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Neuer Erregerstamm entdeckt: UN warnen vor Vogelgrippe

Die Vereinten Nationen warnen vor einem möglichen Wiederauftreten eines tödlichen Vogelgrippevirus. Dabei handelt es sich um eine mutierte Variante des H5N1-Erreger, die sich derzeit in China und Vietnam verbreitet und gegen die bestehende Impfstoffe offenbar nicht ausreichen.

Händler bringen ihr Geflügel auf den Markt in Hanoi.
Händler bringen ihr Geflügel auf den Markt in Hanoi.(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) warnt vor einer in Asien auftretenden neuen Variante der gefährlichen Vogelgrippe H5N1. Dieser Erregerstamm könnte sich in Asien weiter ausbreiten und auch für Menschen unabsehbare Risiken mit sich bringen, heißt es in einer Mitteilung, in der die FAO zu Wachsamkeit und Kontrollen aufruft. Die neue Variante "H5N1 - 2.3.2.1." sei bisher in Teilen von China und Vietnam bemerkt worden und reagiere offensichtlich nicht auf bestehende Impfschutzmaßnahmen.

Nach einem starken Rückgang der H5N1-Infektionen sei seit 2008 eine erneute geografische Ausbreitung bei Geflügel und Wildvögeln festzustellen, erklärte der Chefveterinär der in Rom ansässigen FAO, Juan Lubroth. Bangladesch, China, Ägypten sowie Indien, Indonesien und Vietnam seien die Länder, in denen die Vogelgrippe weiterhin weit verbreitet sei. H5N1 hat seit dem ersten Auftreten 2003 mindestens 565 Menschen infiziert und 331 von ihnen nach WHO-Angaben getötet.

Den wirtschaftlichen Schaden durch H5N1 schätzt die UN-Organisation auf etwa 20 Milliarden Dollar (knapp 14 Milliarden Euro). Mehr als 400 Millionen Hühner und anderes Geflügel seien gestorben oder hätten gekeult werden müssen.

Quelle: n-tv.de

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