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Der Roboter "hitchBOT" in einem Auto (Archivbild).
Der Roboter "hitchBOT" in einem Auto (Archivbild).(Foto: dpa)
Sonntag, 02. August 2015

Trampender Roboter ist kaputt: US-Amerikaner zerstören hitchBot

Der hitchBOT ist ein Roboter, der eigenständig durch Deutschland getrampt ist. Vor zwei Wochen startet er seine große Reise durch die USA. Die endet nun jäh: Unbekannte zerstören das 90 Zentimeter große Gerät.

Das Roboterkunstwerk hitchBOT ist zerstört worden und muss seine Reise per Anhalter quer durch die USA vorzeitig beenden. Das Konstrukt aus Eimer, Schwimmnudeln, Kinder-Gummistiefeln und einem Tablet-Computer als Hirn sei in der Ostküstenmetropole Philadelphia kaputt gemacht worden, teilten die kanadischen Betreiber in der Nacht auf der Webseite des Projekts mit.

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"Manchmal passieren guten Robotern schlechte Dinge." Damit sei die USA-Reise des Roboters, die eigentlich von Massachusetts im Osten bis nach Kalifornien im Westen hatte führen sollen, nach nur rund zwei Wochen vorbei. Wer den hitchBOT zerstört hat und wo sich die Reste des Roboters befinden, ist noch unklar. Der Roboter, den Wissenschaftler als soziales Experiment auf die Reise geschickt hatten, war zuvor durch Kanada und Deutschland getrampt.

"Wir wissen, dass viele hitchBOT-Fans jetzt enttäuscht sind, aber wir versichern ihnen, dass dieses großartige Experiment nicht vorbei ist", heißt es auf der Webseite. Nun wolle man sich auf die Frage konzentrieren, was man daraus lernen könne. Außerdem wolle man "neue Abenteuer für Roboter und Menschen erforschen".

Soziologisches Experiment

Durch Deutschland war der hitchBOT gut eine Woche lang unbeschadet gereist. Seine Erfinder, Frauke Zeller von der Ryerson Universität in Toronto und David Harris Smith von der McMaster Universität in Hamilton, hatten hitchBOT am 13. Februar dieses Jahres in München an einer Tankstelle nahe der Autobahn ausgesetzt. Die Mission: Als Anhalter sollte der Roboter durchs Land reisen und markante Ziele erreichen: Schloss Neuschwanstein, den Kölner Karneval, das Brandenburger Tor.

Der hitchBOT war vor allem ein sozialwissenschaftliches Experiment. "Vom reinen Technologieaspekt ist er vollkommen uninteressant", sagte Florian Röhrbein, Informatiker an der TU München, kurz vor hitchBOTs Start. "Aber er kann dazu beitragen, Ängste abzubauen. Er ist interessant im Sinne eines soziologischen Experiments für die Roboter-Mensch-Beziehung."

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Quelle: n-tv.de

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