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Ihre Forschungsergebnisse bringen die Wissenschaftler der Entwicklung eines Impfstoffes vielleicht näher.
Ihre Forschungsergebnisse bringen die Wissenschaftler der Entwicklung eines Impfstoffes vielleicht näher.(Foto: picture alliance / dpa)

Herkunft von Hepatitis C erforscht: Virus entwickelte sich wohl in Nagern

Weltweit sind 185 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Eine Impfung dagegen gibt es nicht. Deutsche Forscher haben jetzt mehr über den Ursprung des Erregers herausgefunden. Das könnte helfen, einen Schutz gegen die Krankheit zu entwickeln.

Auf der Suche nach dem Ursprung der Hepatitis-C-Viren sind Forscher einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Federführung des Bonner Universitätsklinikums hat in einer Studie die mögliche Herkunft der Erreger in Nagetieren und Fledermäusen ausgemacht, wie die Uni Bonn mitteilte. Diese Erkenntnisse könnten nun bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen die Leberentzündung helfen.

Infektionen mit Hepatitis C können zu schweren Leberschädigungen führen. "Diese Infektionskrankheit gehört zu den großen Killern auf der Welt", erklärte der Erstautor der Studie, der Bonner Virologe Felix Drexler. Weltweit sind schätzungsweise etwa 185 Millionen Menschen mit dem Hepatitis C Virus infiziert, in Deutschland seien es mehrere Hunderttausend.

Arbeit mit Labortieren soll Wende bringen

Der Erreger wird vor allem über das Blut übertragen. Bislang gibt es zwar Therapien, aber keine Möglichkeit, sich durch eine Impfung vor einer Infektion zu schützen. Die Entwicklung eines Impfstoffes scheiterte nach Angaben der Experten bislang vor allem daran, dass kein einziges Labortier mit Hepatitis C zu infizieren war.

Im Rahmen der Studie nahmen die Forscher Proben von 4770 Nagetieren und 2939 Fledermäusen. "Sowohl Nager als auch Fledermäuse leben in Kolonien mit engem Kontakt der Tiere zueinander, wodurch Infektionen begünstigt werden", sagte Drexler. Außerdem wurden 210 Pferde sowie 858 Katzen und Hunde getestet, da auch Haustiere als Quelle für die Viren in Betracht kamen.

In den Nagetieren stießen die Forscher auf zahlreiche Varianten Hepatitis C verwandter Viren. In den Fledermäusen fanden die Virologen Antikörper gegen den Erreger. Laut Drexler ist dies "ein klarer Hinweis darauf, dass sich diese Virusfamilie im Lauf der Evolution in Kleinsäugern entwickelt hat und dann möglicherweise auf den Menschen oder andere Tiere übergesprungen ist".

Die Forscher könnten damit die Grundlage für die Entwicklung eines Impfstoffs geschaffen zu haben. Die Nagetiere, in denen das Virus gefunden wurde, lassen sich offenbar gut im Labor halten. An ihnen könnte man Impfstudien durchführen. Zudem sollen die Viren in Nagetieren ebenfalls eine Infektion der Leber verursachen, ähnlich wie das Hepatitis C Virus beim Menschen.

Quelle: n-tv.de

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