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Besonders die Experimente mit Primaten sind umstritten.
Besonders die Experimente mit Primaten sind umstritten.(Foto: picture alliance / dpa)

Lebewesen im Dienst der Forschung: Zahl der Versuchstiere steigt

Das Thema Versuchstiere ist heikel: Von großer Notwendigkeit der Versuche an Tieren sprechen die Forscher, von überflüssigem Leid die Tierschützer. Die Zahl der Tiere in Laboren steigt dennoch weiter.

Für die wissenschaftliche Forschung sind in Deutschland erneut mehr Versuchstiere eingesetzt worden. Insgesamt stieg ihre Zahl im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent auf 2,9 Millionen, wie aus einer Statistik des Bundesagrarministeriums hervorgeht. Davon waren allein zwei Millionen Mäuse. Für Versuche verwendet wurden zudem 400.000 Ratten, 200.000 Fische, mehr als 100.000 Vögel und 88.000 Kaninchen.

Tierschützer kritisierten die Entwicklung. Die Organisation "Vier Pfoten" verlangte, Deutschland solle als führender Standort für Innovation und Forschung in Europa ein Vorbild sein und alternative Forschungsmethoden fördern.

Weniger Tiere für die Forschung

Zur biologischen Grundlagenforschung wurden den Angaben zufolge nun 2,7 Prozent mehr Tiere eingesetzt als im Vorjahr, für die Herstellung und Qualitätskontrolle von Medizinprodukten 4,4 Prozent mehr. Zur Entwicklung und Erforschung dieser Produkte wurden hingegen weniger Tiere verwendet. Hier sank die Zahl laut Statistik 2011 um zehn Prozent.

Für Forschungszwecke werden Tiere teils getötet, um Zellmaterial oder Organe für Versuche zu verwenden. Hierbei gibt es seit einigen Jahren einen Anstieg, wie das Ministerium erläuterte. Dagegen werden an weniger Tieren direkt Eingriffe oder Behandlungen vorgenommen. In Versuchen eingesetzt werden dürfen in der Regel nur Tiere, die dafür speziell gezüchtet werden. Tests für Kosmetika sind verboten.

Quelle: n-tv.de

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