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Der neue Coronavirus in mikroskopischer Ansicht, der beim fünften Infizierten entdeckt wurde.
Der neue Coronavirus in mikroskopischer Ansicht, der beim fünften Infizierten entdeckt wurde.(Foto: picture alliance / dpa)

Proben in Jordanien untersucht: Zwei Tote durch Coronavirus

Der mit dem Sars-Erreger verwandte Coronavirus fordert zwei weitere Menschenleben. Das geht aus einer Untersuchung von Proben der Weltgesundheitsorganisation hervor. Die beiden Jordanier waren jedoch bereits im April in gestorben.

Das neue gefährliche Coronavirus hat zwei weitere Menschenleben gefordert. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf mitteilte, handelt es sich um zwei Personen in Jordanien. Sie starben schon im April, doch erst jetzt konnte nachgewiesen werden, dass sie sich mit dem neuen Virus infiziert hatten. Das Virus ist mit dem Sars-Erreger verwandt, der ebenfalls zu den Coronaviren zählt, und vor zehn Jahren die Welt in Schrecken versetzte.

Nach den jüngsten WHO-Angaben erkrankten damit neun Menschen an dem Virus, von denen fünf starben. Zu den zwei Todesfällen in Jordanien kommen zwei Erkrankte in Katar. Einer der beiden Katarer wurde in einer Lungenklinik in Nordrhein-Westfalen behandelt und nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Mitte November geheilt entlassen. In Saudi-Arabien erkrankten fünf Menschen an dem Virus, drei von ihnen starben.

WHO hilft in Jordanien

Zu Jordanien teilte die WHO nun mit, es habe dort im April eine Reihe schwerer Fälle von Lungenentzündung gegeben. Das Gesundheitsministerium in Amman habe daraufhin die WHO um Hilfe gebeten. Ein WHO-Team reiste ins Land und teilte am 24. April mit, dass keines der damals bekannten Coronaviren nachgewiesen wurde.

Nachdem im Oktober das neue Coronavirus entdeckt wurde, schickte das jordanische Gesundheitsministerium seit April aufbewahrte Proben an das WHO-Zentrum für Infektionskrankheiten. Dieses konnte nun das neue Virus bei den beiden Verstorbenen nachweisen. Ein Team der WHO sei am Mittwoch in Amman eingetroffen, um die örtlichen Behörden bei der Epidemie-Kontrolle zu unterstützen.

Quelle: n-tv.de

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