Folgen des KlimawandelsWie das Klima Ozeane verändert
Die Weltmeere beherbergen zahlreiche Lebewesen. Für etwa 150 Millionen Menschen wird das Wasser jedoch zur Bedrohung.
Die Erdoberfläche ist zu 71 Prozent von Wasser bedeckt – das sind insgesamt 362 Millionen Quadratkilometer. Mehr als 90 Prozent davon bilden der Atlantische, der Pazifische und der Indische Ozean. Die Weltmeere enthalten 97 Prozent der Wassermenge auf unserem Planeten. Darin leben 50 Prozent aller Arten von Lebewesen. Sie machen 20 Prozent des tierischen Proteins und fünf Prozent der gesamten Proteine in der Nahrung der Menschen aus, berichtete die US-Behörde für Ozeanographie (NOAA).
Über die Verdunstung spielen die Ozeane für den globalen Wasserkreislauf und damit das Klima eine wichtige Rolle. Die Auswirkungen des Temperaturanstiegs sind erheblich: Unter anderem steigt der Meeresspiegel rasanter als je zuvor – in den vergangenen 125 Jahren um 18 Zentimeter. Zwei Fünftel des Anstiegs der vergangenen vierzig Jahre gehen auf die Eisschmelze zurück, drei Fünftel auf die Ausdehnung des Meerwassers durch steigende Wassertemperaturen, sagt Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdamer Institut für Klimaforschung.
Bis zum Jahr 2100 hat der Weltklimarat einen Anstieg der Meeresspiegel um 18 bis 59 Zentimeter prognostiziert. Viele Experten halten aber sogar bis zu 1,10 Meter für wahrscheinlicher, weil der Weltklimarat das Abrutschen von Eis in Grönland und der Antarktis nicht eingerechnet hat. 150 Millionen Menschen leben heute laut UN-Schätzungen in der Zone, die bei einem Anstieg von einem Meter überflutet werden würde.