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"Nicht verkehrssicher" Aus für Fixie-Fahrräder

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Die Fixie-Fahrräder sind nicht verkehrssicher, befindet ein Berliner Gericht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zwei Bremsen müssen sein, das sagt das Gesetz. Die so genannten Fixie-Fahrräder haben gar keine echte Bremse, weswegen sie schon länger unter Beobachtung stehen. Ein Gericht hat die Räder jetzt als "nicht verkehrssicher" eingestuft.

Niederlage für Bahnrad-Freaks: Das Verwaltungsgericht Berlin hat sogenannte Fixie-Fahrräder als nicht verkehrssicher eingestuft. Mit der heute veröffentlichten Entscheidung gaben die Richter der Polizei grünes Licht, solche Fahrräder im Einzelfall sicherzustellen.

Die aus dem Bahnradsport stammenden Fixie-Räder (fixed gear bikes) haben eine starre Hinterradnabe ohne Gangschaltung oder Freilauf. Auch eine Hand- und Rücktrittsbremse fehlen.

Vorausschauend fahren

Die Polizei hatte den Kläger im Juli 2009 mit so einem Rad im normalen Straßenverkehr erwischt und ihm angedroht, es beim nächsten Mal einzuziehen. Drei Monate später war es soweit. Der Mann machte geltend, die starre Nabe sei mit einer Bremse vergleichbar. Die Geschwindigkeit lasse sich über die Trittfrequenz regulieren. Dadurch werde der Fahrer gerade zu vorausschauender und vorsichtiger Fahrweise angehalten.

Dem folgte die Kammer nicht. Ein Rad ohne zwei voneinander unabhängige Bremsen sei nicht verkehrssicher und könne deshalb zur Gefahrenabwehr sichergestellt werden, befanden die Richter. (AZ: VG 1 K 927.09 -)

Quelle: n-tv.de, dpa

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