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Verkaufsschlager "Cayenne" Porsche gibt weiter Gas

Der neue Gelände-Sportwagen "Cayenne" hat Porsche im ersten Halbjahr 2002/2003 ein Absatzplus beschert. Dank der ersten 1.510 verkauften "Cayenne"-Wagen steigerte der Konzern den Absatz um 5,2 Prozent auf 24.684 Fahrzeuge.

Der Konzernumsatz stieg nach den vorläufigen Zahlen um fast 20 Prozent auf rund 2,20 Mrd Euro. Mehr als die Hälfte des Zuwachses entfiel allerdings auf das erstmals einbezogene Finanzierungs- und Leasing-Geschäft. Der Gewinn nach Steuern kletterte um knapp 14 Prozent auf 101,7 Mio. Euro.

Das im Vergleich zum Auto-Absatz schnellere Wachstum des Gewinns ergebe sich aus den Zuwächsen beim teuersten Modell, dem 911, dessen Verkaufszahlen um 4,3 Prozent auf 13.697 Einheiten zulegten, erklärte Porsche. Dagegen wurden vom kleinen, weniger renditeträchtigen Boxster nur noch 9.477 Stück abgesetzt, 8,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Bis Ende Juli erwartet Porsche einen Rekord-Absatz von 65.000 (Vorjahr: 54.234) Autos. Auch Gewinn und Umsatz sollten weiter steigen. Anfang Januar hatte Vertriebsvorstand Hans Riedel angekündigt, dass es angesichts der Konjunkturflaute vor allem auf dem größten Absatzmarkt, den USA, schwierig werden würde, mit den zwei angestammten Modellen die Verkaufszahlen aus dem vergangenen Jahr zu halten. Der im Herbst in einem völlig neuen Werk in Leipzig angelaufene Cayenne werde aber auf jeden Fall für Zuwächse sorgen, versprach Riedel.

2001/02 hatte Porsche trotz stagnierender Verkaufszahlen den Jahresüberschuss um 71 Prozent auf 462 Mio. Euro ausgebaut und einen Rekordumsatz von 4,86 Mrd. Euro erzielt. Dafür sollen an die Aktionäre 17 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, 14 Euro davon in Form einer Sonderdividende.

Quelle: n-tv.de