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Empfindliche Autoelektronik Schattenparken hilft

Dafür sind beide Autos beim Parken sehr dankbar. Lücken von 4,50 Meter sind recht problemlos zu meistern. Für geübte Fahrer sind auch vier Meter machbar.

Ein Schattenparkplatz findet sich leider in Städten nicht oft.

Die Hitze macht nicht nur den Insassen eines Autos zu schaffen. Auch die Elektronik kann durch die hohen Temperaturen Schaden nehmen. Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollte das Auto daher im Schatten geparkt werden. Leider oft leichter gesagt, als getan.

Angesichts der brütenden Hitze in Deutschland ist derzeit Schattenparken angesagt. Nicht nur, weil es die Temperaturen im Auto dann im erträglichen Rahmen bleiben: Auch die komplizierte Fahrzeugelektronik leidet und kann bei großer Hitze ausfallen. Die elektrischen Bauteile seien für einen Betrieb zwischen minus 40 und plus 85 Grad ausgelegt, klärt der TÜV Süd auf. Bei einem parkenden Auto können die Temperaturen unter der Motorhaube jedoch auf 100 Grad ansteigen und die Halbleiter zum Überhitzen bringen. Das kann auch im Stau passieren. Hier schafft das Abschalten des Motors Abhilfe, denn der treibt die Temperaturen unter der Haube zusätzlich in die Höhe.

Weiteres Problem: Durch die Wärmeausdehnung und spätere Abkühlung im Fahrtwind können sich in den Platinen Haarrisse bilden. Dann drohen der Ausfall von Steuergeräten und ein Liegenbleiben des Fahrzeugs. Bei defekten Sicherheitssystemen wie Airbags und ABS kann die Fahrt zwar fortgesetzt werden; sie sollte aber direkt zur nächsten Werkstatt führen.

Klimaanlage nicht sofort voll aufdrehen

Dennoch lässt sich das Parken in der prallen Sonne manchmal nicht vermeiden. Dann kann sich der Innenraum auf bis zu 80 Grad aufheizen. Linderung bringt ein Sonnenschutz an der Windschutzscheibe, der die Sonnenstrahlen reflektiert und Armaturen und Lenkrad kühl hält. Vor dem Einsteigen sollten alle Türen und Fenster geöffnet werden. Zudem empfehlen die Experten, nicht sofort die Klimaanlage auf maximale Kühlung einzustellen: Extreme Unterschiede zwischen Außen- und Innentemperaturen können zu starken Kreislaufbelastungen führen. Ratsam ist es, mit geöffneten Fenstern loszufahren und die Klimaanlage auf etwa 24 Grad einzustellen. Während der Fahrt sollte der Temperaturunterschied nicht mehr als zehn Grad betragen.

Besonderes Augenmerk gilt Kindersitzen: Sie können so heiß werden, dass sich die Kinder Verbrennungen zuziehen. Bevor der Nachwuchs einsteigt, sollte daher zunächst die Temperatur der Sitzfläche geprüft werden. Empfehlenswert ist außerdem das Anbringen eines Sonnenschutzes an den hinteren Seitenscheiben.

Quelle: n-tv.de, sp-x

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