Der Tag

Der TagIn Gletscherspalte gestürzt: Wanderer erhält Ausrüstung nach 60 Jahren zurück

28.08.2026, 12:39 Uhr

Als ein Bergsteiger einen alten Rucksack auf dem Sulztalferner-Gletscher in Österreich findet, ist die Furcht groß, dass nicht weit entfernt auch die Leiche des Besitzers liegen könnte. Der Verdacht bestätigt sich glücklicherweise nicht und schnell wird klar: Diese Wanderausrüstung liegt schon eine ganze Weile auf dem Gletscher in knapp 3000 Metern Höhe! Sie gehört einem heute 86 Jahre alten Mann, der 1963 bei einer Wanderung in eine Gletscherspalte abgestürzt war. Seine Begleiter können ihn damals befreien, aber seinen Rucksack mit Eispickel, Kamera und Pfeife lässt er bei seiner Rettung zurück - die die Gletscher-Schmelze Jahrzehnte später freigegeben hat. Wer der Besitzer ist, kann die österreichische Polizei anhand stark zerfetzter Dokumente ermitteln, die sich im Rucksack befanden. Der Mann konnte seine Gegenstände aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst abholen, aber sein Sohn kam zur Polizei.

d_50983
Hier war der Rucksack noch heile ...

Das Schmelzen der Gletscher ist nach Ansicht von Fachleuten auf die globale Erwärmung zurückzuführen und ist damit kein gutes Zeichen, aber so nebenbei entsteht so auch manche Geschichte mit Happy-End, auch wenn es lange gedauert hat in diesem Fall.

d_50976
So wurde die Ausrüstung aufgefunden, die der Wanderer 1963 nach seinem Sturz zurücklassen musste.

Quelle: ntv.de