Der TagAbsurd: Iran wirft Frankreich "Menschenrechtsverletzungen" vor
Also, Fakt ist, bei den Schülerprotesten in Frankreich geht es hoch her, es gibt Gewalt, Verletzten und zahlreiche Festnahmen. Dabei gibt es durchaus auch Kritik am Vorgehen der Polizei - ein Polizist wurde sogar angeklagt, weil er einem 14-Jährigen aus kurzer Distanz eine Tränengaskartusche ins Gesicht schoss. Dass nun aber ausgerechnet von iranischen Behörden das staatliche Vorgehen in Frankreich kritisiert wird, ist schon ein starkes Stück. Konkret bestellte die iranische Republik den französischen Botschafter ein, um ihm die "eklatanten Menschenrechtsverletzungen" in seinem Heimatland vorzuwerfen.
Nun reagierte Paris und bestellte den iranischen Botschafter ein. Ihm sei mitgeteilt worden, dass die Behörden seines Landes "irreführende Inhalte" verbreitet hätten, die "absolut inakzeptabel" seien. Das Außenministerium sprach sogar von einer Desinformationskampagne Teherans.
Zum Vergleich: In Frankreich soll es bisher etwa 5000 Festnahmen gegeben haben. Hunderte Schüler und Polizisten sind verletzt worden. Als die Menschen zum Jahreswechsel im Iran gegen die Führung auf die Straße gingen, waren nach der "Reaktion" der iranischen Führung laut Menschenrechtsorganisation HRANA mehr als 7000 Menschen tot.