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Der TagBill Clinton wirft Trump-Regierung bewusste Lügen vor

26.01.2026, 14:00 Uhr

Nach dem zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz durch US-Bundesbeamte in Minneapolis ruft der frühere US-Präsident Bill Clinton die US-Bürger auf, sich zur Wehr zu setzen: "Es liegt an all jenen von uns, die an das Versprechen der amerikanischen Demokratie glauben, aufzustehen und unsere Stimme zu erheben." Der Ex-Präsident warf zudem der Trump-Regierung vor, "uns anzulügen". "Wenn wir unsere Freiheiten nach 250 Jahren aufgeben, könnte es sein, dass wir sie nie wieder zurückbekommen", warnte Clinton, der von 1993 bis 2001 im Weißen Haus amtierte. Der frühere Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle hatten zuvor erklärt, der Vorfall solle "ein Weckruf für jeden Amerikaner unabhängig von Parteizugehörigkeit sein, dass viele unserer zentralen Werte als Nation zunehmend angegriffen werden."

Beamte der Grenzschutzbehörde Border Patrol hatten am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti erschossen. Zahlreiche Vertreter der US-Regierung behaupten, der erschossene Krankenpfleger sei eine Bedrohung für die ICE-Kräfte gewesen und diese hätten aus Notwehr gehandelt. Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, bezeichnete Pretti gar als "Attentäter". Videos der Tat zeigen jedoch einen vollkommen anderen Ablauf der Geschehnisse.

Quelle: ntv.de