Der TagBlock-Anwalt: Information, dass die Kinder nicht mehr in Dänemark seien, "ist vom Himmel gefallen"
Der Block-Prozess in Hamburg nähert sich dem Ende. Derzeit sind noch einmal Zeugen geladen. Ein Anwalt der Block-Familie hat nun vor Gericht die Tage unmittelbar nach der Tat in der Silvesternacht 2023/24 geschildert.
Die Information, dass die Kinder nicht mehr in Dänemark seien, "ist vom Himmel gefallen", sagte der 55-Jährige vor dem Landgericht Hamburg. Er sei am 2. Januar 2024 vormittags bei einem Treffen gewesen, an dem neben anderen der Großvater Eugen Block, Gründer der Steakhaus-Kette Block House, sowie der angeklagte Anwalt Andreas Costard teilgenommen hätten.
"Keiner der Anwesenden hatte den blassesten Dunst, was passiert war", sagte der Zeuge. Über die Umstände, unter denen die Kinder nach Deutschland gelangt seien, sei zu diesem Zeitpunkt nichts bekannt gewesen.
Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre damals 13-jährige Tochter und den zehnjährigen Sohn vom Wohnort des Vaters in Süddänemark nach Deutschland zu entführen.