Der TagDas war Mittwoch, der 14. Januar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
Erfan Soltani - wohl kaum ein Name und ein Gesicht stehen in den sozialen Medien wohl gerade mehr für die vielen inhaftierten Iranerinnen und Iraner, denen die Hinrichtung droht. Das Mullah-Regime hatte seine Hinrichtung für heute angekündigt und schon in der Vergangenheit hat die iranische Führung mit Schnellverfahren und zügigen Hinrichtungen Menschen vom Protestieren abgeschreckt. Zudem sind laut Menschenrechtlern tausende Protestierende getötet worden, die Proteste ebben deutlich ab. Hat das Mullah-Regime erneut gewonnen und die Menschen erfolgreich unterdrückt? Gestern Abend gab es dann einen kleinen Hoffnungsschimmer: "Hilfe ist unterwegs", schrieb Trump an die iranische Bevölkerung in seinem Netzwerk "Truth Social". Kommt diese, wie auch immer sie aussieht, noch rechtzeitig? Sind Soltani und andere Inhaftierte noch zu retten? Diese Frage hat uns hier in der Redaktion heute auch beschäftigt. Die Antwort am Abend muss leider lauten: Wir wissen es nicht. Doch die USA haben nach Darstellung des US-Präsidenten erfahren, dass die Tötungen im Iran aufgehört haben. Zudem seien keine Hinrichtungen geplant, sagt Trump. Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Unsere Augen bleiben natürlich auf den Iran gerichtet. Im Interview erklärt der Politologe Thomas Jäger die Beweggründe Trumps, sich in den Konflikt einzumischen. Welche Optionen Trump im Iran hat, erfahren Sie hier.
Zudem hätte ich noch diese Lese-Tipps:
Kanzler warnt vor Verunsicherung: Merz weist SPD bei Erbschaftsteuer in die Schranken
Nach Drohgebärden der USA: Bundeswehr entsendet Soldaten nach Grönland
Von Alaska bis Mexiko: So viele Gebiete haben die USA bereits gekauft
"Ungewöhnlich und aggressiv": FBI durchsucht Wohnung von Journalistin nach Pentagon-Leak
Venezuelas schlimmstes Gefängnis: Wie aus einem Shopping-Paradies eine Folter-Hölle wurde
Von Uladzimir Zhyhachou
"Kein Respekt" für Topstars? Aufruhr in Italien: Streit um Olympia-Fackel eskaliert
Gute Nacht,
Ihre Johanna Ohlau