Der TagDas war Mittwoch, der 5. März 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
ein ruhiger, aber schöner Mittwoch neigt sich allmählich dem Ende entgegen. Die ganz großen Neuigkeiten blieben aus, bis jetzt. Während wir es uns auf der heimischen Couch oder gar bereits im Bett bequem machen, ist überm großen Teich gerade High Noon. Mit Donald Trump wird es in dieser Nacht sicher wieder nicht langweilig.
Folge Nachrichten haben Sie hoffentlich nicht verpasst:
Keir Starmer übernimmt in Europa gerade die Führung eines geeinten Europas, das sich gegen Russland wappnet - und schwierige Verhandlungen mit den USA führt. Die unsicheren Zeiten treiben den britischen Premierminister dazu, sich der EU wieder anzunähern. "Vielleicht sogar enger als vor dem Brexit", sagt der Rechtswissenschaftler Gerhard Dannemann ntv.de. Auch im transatlantischen Verhältnis komme Starmer eine besondere Rolle zu.
An der Parteispitze der SPD muss sich nach dem desolaten Wahlergebnis etwas tun. Das findet auch Philipp Türmer. Der Chef des Parteinachwuchses weiß auch, woran es liegt.
Sollen sie lachen oder weinen? Über Jahre geht die Union die Grünen so scharf an wie keine andere Partei. Und jetzt wollen CDU und CSU gigantische Schulden aufnehmen, wie es die Grünen immer gefordert haben. Dass der kommende Kanzler Merz plötzlich die Grünen braucht, mutet ihnen an wie ein Treppenwitz.
Knapp fünfzig Minuten im Oval Office stellen alles auf den Kopf: Am vergangenen Freitag überzieht Trump Selenskyj mit zahlreichen Vorwürfen. Knapp eine Woche später arbeiten beide Seiten an neuen Verhandlungen.
Deutschlands Staatsfinanzen bleiben trotz neuer Sondervermögen und Lockerung der Schuldenbremse tragfähig. Selbst zusätzliche Schulden in Billionenhöhe erschüttern die Kreditwürdigkeit nicht - im Gegenteil. Trotzdem birgt das Vorhaben Gefahren.
Eine Ausnahme in der Schuldenbremse, ein weiteres Sondervermögen: Die Pläne von CDU und SPD brauchen eine Änderung im Grundgesetz. Mehrheiten müssen sie nicht nur im Bundestag, sondern auch in der Länderkammer suchen. Dort regt sich Widerstand.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Morgen geht's auf ntv.de mit dem "Tag" weiter.
Bis dahin, Ihr Max Patzig.