mit Lukas WesslingIn Deutschland gebauter Disney-Riesendampfer sticht in See
Es ist das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland entstand. Die Wismarer Werft, die das Schiff baute, ist mittlerweile an einen Rüstungskonzern verkauft. Die schwimmende Erlebniswelt, die sie produzierte, soll heute erstmals mit Gästen an Bord ablegen.
Werbeträger kämpfen gegen Apples Datenschutz
Wenn iPhone-Nutzer in Deutschland eine App erstmals öffnen, fragt Apple, ob sie Tracking über andere Apps und Websites erlauben. Viele klicken auf Nein. Fünf Dachverbände der Medien- und Werbewirtschaft wollen deshalb, dass das Bundeskartellamt Apples App-Tracking-Abfrage (ATT) untersagt. Sie sehen Drittanbieter benachteiligt: Gratis-Apps verlieren Werbegeld, während Apple mit eigenen Diensten und Werbung im App-Store die Daten seiner Nutzer leichter nutzen kann. Das Amt prüft ATT seit Juni 2022. Es lobt den Datenschutz, kritisiert aber strenge Vorgaben für andere und Abfragefenster, die bei Apple-Diensten eher zur Zustimmung führen sollen.
Das wird heute wichtig
Das politische Geschehen in Deutschland dürfte heute weiter von den Nachwehen der Landtagswahl in Baden-Württemberg bestimmt werden. SPD und CDU starten am Nachmittag mit Fraktionssitzungen. In Berlin empfängt derweil Kanzler Friedrich Merz den tschechischen Präsidenten mit militärischen Ehren, Außenminister Wadephul besucht Zypern. Das EU-Land mit seiner britischen Militärbasis wurde vergangene Woche sehr wahrscheinlich Opfer eines iranischen Drohnenangriffs.
Außerdem präsentiert eine Reihe von Unternehmen Bilanzen für das vergangene Jahr, darunter Volkswagen, Lego und Hugo Boss. Auch das Patentamt lässt 2025 Revue passieren.
Neuseeländische Airline hebt Preise kräftig an
Fliegen wird teurer – und das spüren auch Reisende in Europa. Wegen des Kriegs im Nahen Osten ist Kerosin stark im Preis gestiegen. Das neuseeländische Unternehmen Air New Zealand hebt deshalb alle Ticketpreise an: Inlandsflüge verteuern sich um 10 neuseeländische Dollar, Kurzstrecken um 20, Langstrecken um 90 Dollar. Wer von Europa nach Neuseeland oder weiter in den Pazifik reist, muss also tiefer in die Tasche greifen. "Falls der Konflikt zu anhaltend hohen Kerosinkosten führt, könnten wir zu weiteren Preismaßnahmen gezwungen sein und unser Streckennetz sowie unseren Flugplan entsprechend anpassen", erklärte die Airline.
Februar in Europa ungewöhnlich kalt - weltweit aber einer der wärmsten
Der Februar war weltweit der fünftwärmste seit Beginn der Messungen. In Europa fiel er dagegen kühl aus. Das zeigt der Monatsbericht des EU-Klimadienstes Copernicus.
Drei Fakten stechen heraus:
Global lag die Temperatur bei 13,26 Grad. Das sind 0,53 Grad mehr als im Schnitt von 1991 bis 2020 und 1,49 Grad mehr als vor der Industrialisierung. In Westeuropa und Nordafrika brachten Stürme und Starkregen schwere Überschwemmungen.
Betroffen waren etwa Frankreich, Spanien, Portugal und Marokko. Es gab Tote und große Schäden. Auch Australien, Mosambik und Botswana meldeten Hochwasser.
Die Meere blieben warm. Die Oberfläche erreichte im Schnitt 20,88 Grad. Das ist der zweithöchste Februarwert. In der Arktis lag so wenig Meereis wie selten.