Der Tag
30. Januar 2026
imageHeute mit Alexander Schultze
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08:22 Uhr

Kleim: Trump-Regierung steckt "komplett in der Grütze"

Der wachsende Widerstand in der Bevölkerung zwingt das Weiße Haus zu einem anderen Tonfall, beobachtet ntv-US-Korrespondent Peter Kleim. Auch der angekündigte Teilrückzug aus Minnesota wirke wie eine Deeskalation. Denn: Trumps Team stecke mit seiner Innenpolitik in den Umfragen "komplett in der Grütze".

Kleim: Trump-Regierung steckt "komplett in der Grütze"
07:56 Uhr

Kosten Gesellschaft Milliarden - Streeck will Zigaretten teurer machen

Angesichts der finanziellen Schieflage der gesetzlichen Krankenkassen haben Unions- und SPD-Politiker eine Erhöhung der Tabaksteuer ins Spiel gebracht. Es müsse "bei Tabak als Verursacher der Kosten auch über höhere Tabaksteuern" gesprochen werden, sagte der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck der "Bild"-Zeitung. Tabakkonsum koste in Deutschland jedes Jahr rund 131.000 Menschen das Leben und verursache über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten sowie fast 70 Milliarden Euro volkswirtschaftliche Folgekosten.

Höhere Tabaksteuern seien kein "moralischer Zeigefinger, sondern eines der wirksamsten Instrumente für Gesundheitsschutz", betonte Streeck. "Sie senken nachweislich den Konsum, verhindern Krankheiten und entlasten unser solidarisch finanziertes Gesundheitssystem und damit die Beitragszahler." Wenn ein Teil der Mehreinnahmen gezielt in Prävention und Rauchentwöhnung investiert werde, sei das ein Gewinn für alle, fügte der Bundesdrogenbeauftragte hinzu.

Kosten Gesellschaft Milliarden - Streeck will Zigaretten teurer machen
07:32 Uhr

Gesundheit streikt - Konstantin Wecker muss Tournee absagen

Der Liedermacher Konstantin Wecker hat seine für dieses Jahr geplante Tournee abgesagt. Insgesamt standen 54 Auftritte in verschiedenen deutschen und österreichischen Städten an. Hinter der Absage stecken gesundheitliche Gründe, wie der 78-Jährige in einem Statement erklärt. "Es tut mir unendlich leid - aber ich muss die Tournee, auf die ich mich sehr gefreut hatte, leider absagen", teilte Wecker mit. "Ich hatte gehofft zu genesen, aber meine Erkrankung ist leider fortgeschritten. Ich hätte euch so gerne meine Lieder gespielt und aus meinem Buch gelesen - aber es ist mir leider nicht möglich."

Wecker hatte im August 2025 bekannt gegeben, er leide an Nervenschäden in seiner linken Hand. Aufgrund dieser sei er nicht mehr in der Lage, Klavier zu spielen. Hintergrund sei jahrelanger Alkoholmissbrauch. Im November hatte er unter Verweis auf eine neurologische Erkrankung bereits mehrere Konzerte abgesagt.

Gesundheit streikt - Konstantin Wecker muss Tournee absagen
07:02 Uhr

Gefährliche Glätte, Melania und viele Zahlen - Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

sind Sie heute ohne Ausrutscher auf die Arbeit, in die Kita oder Schule oder wohin auch immer gekommen? Dann haben Sie Glück gehabt. Denn es ist nach wie vor extrem glatt in einigen Teilen des Landes. Und, wie die Krankenhausgesellschaft in einer Bilanz heute vorstellen wird, die Glätte der letzten Wochen schlägt sich auch in den Kliniken nieder. So wurden deutlich mehr Sturzverletzungen registriert. Vor allem Berlin soll hierbei wieder eine unrühmliche Rolle spielen. Die Januarbilanz des Deutschen Wetterdienstes, die heute ebenfalls vorgelegt wird, dürfte die Begründungen dafür liefern.

Politisch wird es an diesem Freitag auch. Um 9 Uhr wird Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche eine Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht abgeben. Sie musste zuletzt eine eigene Wachstumsprognose kassieren - und steht wegen eigener politischer Verzettelung in der Kritik.

Im Nachbarland Niederlande wird die künftige Regierung heute ihren Koalitionsvertrag vorstellen. Das Bündnis besteht aus Links- und Rechtsliberalen sowie Christdemokraten. Besonders pikant: Sie hat keine eigene Mehrheit im Parlament.

Da wir schon bei vorgelegten Berichten waren - das Statistische Bundesamt wird heute sowohl seine Schätzung des Bruttoinlandsprodukts im 4. Quartal vorstellen, als auch Zahlen für die Inflation im Januar vorlegen, ebenfalls eine Schätzung.

Apropos Zahlen: Nachdem gestern bereits einige Schwergewichte Geschäftszahlen vorlegten, tut Bosch dies heute.

Was heute sonst noch wichtig wird:

  • Arbeitsmarktbericht Januar 2026 wird vorgestellt

  • Der Block-Prozess wird fortgesetzt

  • Der Prozess gegen die "Sächsischen Separatisten" geht weiter

  • Die Berlin Fashion Week startet

  • Doku über "First Lady" Melania Trump startet in den Kinos

Auch wenn sich die ganz großen Themen bisher noch nicht abzeichnen, hoffe ich, dass Sie für den Moment erst mal bestens informiert sind. Ich werde das bis 14 Uhr weiterhin tun. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Gefährliche Glätte, Melania und viele Zahlen - Das wird heute wichtig
06:36 Uhr

Glättechaos in Berlin - Kliniken verzeichnen mehr Sturzverletzungen

Wegen Stürzen aufgrund von Glätte werden in einigen Teilen Deutschlands zurzeit vermehrt Menschen in Kliniken behandelt. "Die Krankenhäuser berichten von verstärkter Belastung der Notaufnahmen und der stationären Bereiche durch Glätteunfälle", sagte Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft. "Betroffen sind die Regionen, die in den vergangenen Tagen Eisregen und Dauerfrost erlebt haben und weiter erleben". Das seien vor allem der Osten Deutschlands und insbesondere Berlin, wo besonders viele Menschen zu Fuß gehen.

"Leider muss man als Fußgänger in Berlin auch den Eindruck haben, dass die Stadt und die privaten Grundstückseigentümer es nicht schaffen, ihrer Verkehrssicherungspflicht nachzukommen", sagte Gaß. Davon seien auch Radfahrer betroffen. Das BG Unfallkrankenhaus in Berlin sei derzeit jeden Tag voll, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Sowohl die Betten als auch die Personalkapazitäten seien mehr als ausgelastet. "Die Chirurgen arbeiten die Nächte durch", so Sprecherin Angela Kijewski.

Glättechaos in Berlin - Kliniken verzeichnen mehr Sturzverletzungen
06:00 Uhr

Person reißt Passanten auf U-Bahngleis - beide tot

In der Hamburger U-Bahn ist es am Donnerstagabend nach Angaben der Polizei zu einem möglichen Tötungsdelikt gekommen: Zwei Menschen wurden an der Haltestelle Wandsbek-Markt von einer einfahrenden U-Bahn erfasst und getötet. Nach ersten Erkenntnissen hätten beide Personen unabhängig voneinander am Bordstein gestanden, erklärte die Hamburger Polizei. Beim Einfahren der U-Bahn habe eine Person die andere gepackt und beide gemeinsam auf die Gleise gestürzt. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 22 Uhr. Es bestehe ein Verdacht auf ein Tötungsdelikt, weshalb die Mordkommission LKA 41 die Ermittlungen übernommen habe. Die Opfer seien bislang noch nicht identifiziert worden, erklärte die Polizei. Unklar ist bisher der Hintergrund des Vorfalls. Zeugen wurden der Polizei zufolge vor Ort seelsorgerisch betreut.

Wie die Hamburger Hochbahn AG auf X mitteilte, wurde der Betrieb auf der U1 zwischen den Haltestellen Wartenau und Wandsbek-Gartenstadt bis zum Betriebsende gesperrt. Für betroffene Fahrgäste sei ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden.

Person reißt Passanten auf U-Bahngleis - beide tot