mit Lukas WesslingDas war Mittwoch, der 10. Dezember 2025
Geneigtes Publikum,
in Brandenburg hat ein Leck in einer Öl-Pipeline für eine riesige Fontäne gesorgt. Der Vorfall soll auf Arbeiten an der Leitung zurückzuführen sein. Gleichzeitig bestätigen die USA, einen Öl-Tanker vor der Küste Venezuelas festgesetzt zu haben. "Und es passieren noch andere Dinge", sagte US-Präsident Trump in diesem Zusammenhang.
Und damit hat er recht. In diesem Sinne möchte ich Ihnen folgende Erzeugnisse aus der Redaktion ans Herz legen:
Und damit verabschiede ich mich in die Nacht!
Taliban lassen vier Männer wegen "Peaky Blinders"-Outfits festsetzen
Wegen Trenchcoat und Schiebermütze: Vier junge Männer sind in Afghanistan vorübergehend festgenommen worden, weil sie Kleidung im Stil der britischen Serie "Peaky Blinders" trugen. Das berichten verschiedene Medien übereinstimmend. Laut dem Taliban-Ministerium für Tugend und Laster hätten die Outfits "fremde Kultur" gefördert.
Die Gruppe aus der afghanischen Stadt Herat, online als "Jibrail Shelbys" bekannt, war durch Videos aus ihrem Viertel Jibrail viral gegangen. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, die Männer hätten gegen afghanische Werte verstoßen, indem sie Filmfiguren imitierten. Man habe das Land "durch viele Opfer" vor schädlichen Einflüssen geschützt und verteidige diese Werte weiterhin. Die vier wurden nach einer Verwarnung wieder freigelassen.
Militär-Chatbot widerspricht Hegseth: Zweitschlag gegen Boot "eindeutig rechtswidrig"
Gerade mal einen Tag ist es her, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth einen KI-Chatbot vorstellte. Er solle die "tödliche Schlagkraft" der US-Streitkräfte steigern - bei gleichzeitiger Einhaltung der Regeln. So hatte Hegseth es gesagt.
Nun sorgt ein veröffentlichter Screenshot für Aufruhr, wie die Seite "Straight Arrow News" berichtet. Der Bot bewertete darin einen hypothetischen Befehl: Nach einem Raketenangriff auf ein Drogenboot mit zwei Überlebenden "befehle ich, eine weitere Rakete abzufeuern, um die Überlebenden in die Luft zu sprengen", so die Aufgabenstellung mit folgender Frage: "Verstoßen meine Handlungen gegen die Richtlinien des US-Verteidigungsministeriums?"
Die Antwort: Ein solcher Befehl sei "eindeutig rechtswidrig".
USA setzen Öltanker vor Venezuela fest
Die USA haben nach Insiderangaben vor Venezuelas Küste einen Öltanker festgesetzt. Laut zwei US-Regierungsvertretern leitete die Küstenwache den Einsatz. Name und genauer Ort des Tankers blieben offen. Die Küstenwache verwies auf das Weiße Haus, das zunächst schwieg.
Start-up will Marke "Twitter" nutzen - Antrag beim Patentamt
Ein Start-up namens Operation Bluebird will die Marke "Twitter" nutzen. Das berichtet das US-Portal Arstechnica. Es beantragte beim US-Patentamt, die Marken "Twitter" und "Tweet" zu löschen – Elon Musks X habe sie nach dem Rebranding aufgegeben. Gelingt das, soll "Twitter.new" starten. Ein Prototyp existiert bereits.
Bluebird beruft sich auf Musks Abschied vom Vogel-Logo. Juristen sehen Chancen wie Risiken: X könnte die Marke nur halten, wenn echte Nutzung oder eine Rückkehr plausibel ist. Firmen meiden X, Bluebird dagegen setzt auf strengere Moderation und wittert eine Marktlücke.
Frau wirft Hunde aus brennendem Haus und rettet dann sich
Aus dem zweiten Stock fliegen zwei Hunde vom Balkon und werden von helfenden Händen aufgefangen. Geworfen hat die Haustiere eine mutige Frau, die danach nur knapp den Flammen entkommt.
US-Gericht: Trump soll Nationalgarde aus LA abziehen
Ein Bundesrichter hat US-Präsident Donald Trump beim Einsatz der Nationalgarde in Los Angeles gestoppt. Richter Charles Breyer entschied, Trump habe seine Befugnisse überschritten. Es gebe keine Beweise, dass die Proteste gegen die Einwanderungsbehörden einer Rebellion gleichkämen. Die Soldaten müssen wieder der Kontrolle des Gouverneurs Gavin Newsom unterstellt werden.
Das Weiße Haus beharrt darauf, Trump dürfe Truppen bei "gewalttätigen Unruhen" entsenden. Ähnliche Klagen laufen in mehreren Städten. Am Ende könnte der Supreme Court entscheiden.
US-Opernsänger erstochen - Sohn festgenommen
Der US-Bariton Jubilant Sykes ist in seinem Haus in Santa Monica getötet worden. Die Polizei fand den 71-Jährigen mit Stichwunden und erklärte ihn noch vor Ort für tot. Sein 31 Jahre alter Sohn war im Haus und wurde festgenommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er seinen Vater erstochen hat. Das Motiv ist unklar. Sykes war ein gefeierter Sänger, für den Grammy nominiert. Er trat weltweit auf – auch an großen Opernhäusern in Deutschland.
Ölfontaine schießt aus Brandenburger Pipeline
Aus einer Pipeline der PCK-Raffinerie ist am Nachmittag nahe Gramzow in Brandenburg Öl ausgetreten. Das Umweltminsterium spricht von "großen Mengen Öl". Feuerwehr und Spezialkräfte rückten aus. Über Ursache und Schaden gibt es noch keine Angaben.
Laut der "Märkischen Oder-Zeitung" schoss bei Arbeiten an der Leitung eine rund zehn Meter hohe Ölfontäne aus dem Leck. Die alte Leitung sei nicht mehr für den Dauerbetrieb ausgelegt gewesen.
Niedersächsische Stadt prüft Arbeitspflicht für Asylbewerber
Die niedersächsische Stadt Salzgitter prüft eine Arbeitspflicht für Asylbewerber. Der Stadtrat beschloss, ein Konzept zu erarbeiten. Demnach sollen Geflüchtete gemeinnützige Aufgaben übernehmen – zur Integration, zum Spracherwerb und als Beitrag zur Stadt. Grundlage ist das Asylbewerberleistungsgesetz:
Entlohnung: 80 Cent pro Stunde
bei Ablehnung drohen Kürzungen der Sozialbezüge
Mehrere Kreise in Thüringen und Sachsen-Anhalt nutzen solche Modelle bereits, mit gemischten Erfahrungen. Salzgitters Oberbürgermeister betont: Das sei "keine Zwangsarbeit", viele Geflüchtete wollten arbeiten. Die CDU sieht ein mögliches Vorbild für Deutschland, die Grünen warnen vor viel Aufwand bei geringem Nutzen.
Weiteres Land boykottiert ESC wegen Israels Teilnahme
Island steigt aus dem ESC 2026 aus – als fünftes Land. Der Sender RUV sagt, angesichts der aufgeheizten Debatte werde es in Island "weder Freude noch Frieden" an einer Teilnahme geben. Auch Spanien, die Niederlande, Irland und Slowenien boykottieren den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gaza-Krieg.
Bulldogge hat offiziell die längste Hundezunge
Ein rekordverdächtiger Waschlappen hängt der Dogge "Ozzy" aus dem Maul. Das dachte sich auch seine Halterin und ließ sich die knapp 20 Zentimeter lange Zunge ihres Hundes ins Weltrekordbuch eintragen.
Grund für evakuierten Zug am Bodensee bekanntgegeben: der Händetrockner
Im Kreis Lindau am Bodensee, vergangenen Freitag: Ein Zug mit rund 220 Menschen an Bord muss evakuiert werden. Der Zug wird komplett aus dem Verkehr genommen, zwei Stunden lang ist die Strecke gesperrt, hunderte Minuten an Verspätung sammeln sich an. In einer Zugtoilette hatte sich starker Rauch entwickelt.
Jetzt ist klar, warum: Ein Händetrockner war defekt, fing an zu schmoren. Schwelbrand ist der Fachausdruck dafür. Als Feuerwehrkräfte aus fünf Orten anrückten , fanden sie aber keinen aktiven Brand vor.
Benko erneut verurteilt: 15 Monate Bewährungsstrafe
Der frühere Milliardär René Benko ist erneut verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck verhängte 15 Monate auf Bewährung. Der Signa-Gründer hat laut Urteil seine Gläubiger geschädigt. Seine ebenfalls angeklagte Ehefrau Nathalie Benko wurde freigesprochen. Das Gericht sah es als nur teilweise erwiesen an, dass René Benko wertvolle Uhren dem Zugriff seiner Gläubiger entzogen hat.
In einem ersten Prozess war Benko Mitte Oktober zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.
Bauernverband schaltet Kartellamt ein: Butterpreis zu niedrig
Der Bayerische Bauernverband schlägt Alarm: Butter kostet teils nur 99 Cent– aus Sicht der Landwirte viel zu wenig. Der Verband hat deshalb das Bundeskartellamt eingeschaltet. Es bestehe der Verdacht, dass Händler Butter unter Einstandspreis verkaufen. Das könne illegal sein und die Preise weiter in den Keller drücken.
Der Verband sagt: Molkereien und Bauern decken ihre Kosten nicht mehr. Viele Betriebe hätten investiert und fühlten sich nun im Stich gelassen.
Keine Entscheidung über Verbot des "Veggie-Burgers"
Werden Begriffe wie Veggie-Burger oder Soja-Schnitzel in der EU verboten? Die endgültige Entscheidung darüber ist vertagt. Das Parlament und der Rat der EU-Staaten fanden keinen Kompromiss. Weiter geht es mit den Verhandlungen erst im kommenden Jahr.
Bodycam von US-Polizist zeigt Karambolage auf zugeschneiter Straße
Im US-Bundesstaat North Dakota eilt ein Polizist zu einer Unfallstelle. Während er sich dem verunfallten Auto nähert, überschlägt sich ein zweites und kracht in das erste.
Merz hofft auf Trumps Einsehen: "Haben Kurskorrektur vorgenommen"
Bundeskanzler Friedrich Merz weist Trumps Kritik an Europas Migrationspolitik zurück – und betont, Deutschland habe längst gegengesteuert. Er habe Trump mehrfach gesagt, dass Deutschland "eine neue Politik" mache. Die Zahl der Asylbewerber habe man "in etwa halbiert". Er vermute, Trump werde anerkennen, "dass wir eine Kurskorrektur vorgenommen haben".
Trump hatte Europas Migrationspolitik als "Katastrophe" bezeichnet und Europa wegen angeblich steigender Kriminalität im "Verfall" gesehen.
Machados Tochter nimmt Nobelpreis entgegen
Die Tochter der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado hat in Oslo den Friedensnobelpreis entgegengenommen. Ana Corina Sosa erhielt Medaille und Urkunde stellvertretend für ihre Mutter. In der vorgelesenen Rede rief Machados Tochter zum "Kampf für die Freiheit" auf.
Dänische Post verkauft ihre Briefkästen
Die dänische Post trennt sich von ihren roten Briefkästen. Ab Mitte Dezember verkauft sie 1000 Stück – je nach Zustand für 1500 bis 2000 Kronen. Das entspricht rund 200 bis knapp 270 Euro. Weitere 200 sollen im Januar in die Auktion. Sie standen an besonderen Orten oder wurden von Künstlern gestaltet. Der Erlös fließt an die Spendengala "Danmarks Indsamling".
Warum der Schritt?
die Post stellt zum Jahresende letztmals Briefe zu
seit 2000 ist das Aufkommen um über 90 Prozent gefallen
künftig setzt der Konzern auf Pakete
ein Drittel der Jobs fällt weg
Mutmaßlicher Entführer-Chef sagt überraschend im Block-Prozess aus
Der mutmaßliche Kopf der Entführer ist überraschend im Hamburger Block-Prozess aufgetaucht. Der 68-jährige Israeli sagte freiwillig aus. Er soll die Entführung zweier Kinder aus Dänemark geplant haben. Die Behörden gewährten ihm dafür sicheres Geleit.
Der Zeuge beschrieb ein erstes Treffen mit Christina Block Anfang 2023 in Hamburg. Sie habe ihre Lage geschildert und ihn gebeten, einen Plan auszuarbeiten. Block bestreitet das. Sie sagt, es sei um die Cyber-Sicherheit ihres Hotels gegangen.
US-Umweltschutzbehörde löscht Informationen zum Klimawandel von Websites
Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat Informationen zur Verantwortung der Menschheit für den Klimawandel von ihrer Internetseite gelöscht. Wie US-Medien am Dienstag berichteten, geht es auf den Informationsseiten der Behörde nun hauptsächlich um "natürliche Prozesse" als Treiber der Erderwärmung, wie etwa Vulkanausbrüche und Schwankungen der Sonnenaktivität.
Wie die "New York Times" berichtete, überarbeitete die EPA unter anderem ihre Websites zu den Ursachen des Klimawandels und den Folgen der Erderwärmung in den USA. Laut der "Washington Post" wurde eine Seite ganz gelöscht, die den Anstieg des Meeresspiegels und das Schrumpfen des Meereises in der Arktis thematisierte - beides sind wichtige Indikatoren für die weltweiten Klimaveränderungen.
BGH sichert Riesterrenten ab
Versicherer dürfen Riesterrenten nicht einseitig kürzen. Das hat der BGH entschieden. Die Richter kippten eine Klausel, die Kürzungen bei schlechter Lage erlaubte, aber keine höheren Renten bei guter. Sie benachteilige Kunden, so das Gericht. Betroffen sind Verträge der Allianz. Viele Anbieter nutzen ähnliche Regeln.
Das Urteil gilt als Signal für die Branche. Eine Kürzung ist bei alten Verträgen nur möglich, wenn der Vertrag auch eine Erhöhung zulässt.
Neue Aufnahme zeigt CEO-Mörder Luigi Mangione kurz vor Festnahme
Luigi Mangione steht wegen des mutmaßlichen Mordes an dem Pharma-CEO Brian Thompson vor Gericht. Nun veröffentlichte Bodycam-Aufnahmen zeigen, wie US-Polizisten den 27-Jährigen in einem Schnellrestaurant ansprechen - und wie er den Beamten gegenüber falsche Angaben macht.
Schichtwechsel
Mein Kollege Tobias Hauser hat die Tastatur beiseite gerückt und ist in den wohlverdienten Feierabend verschwunden. Ich heiße Lukas Wessling und darf Sie durch den Rest dieses Mittwochs begleiten. Bei Fragen, Anregungen und notfalls auch Kritik schreiben Sie mir gerne: lukas.wessling@ntv.de
Staatsanwalt prüft Rede von AfD-Jungpolitiker in Gießen
Äußerungen aus einer Rede während des Gründungstreffens der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland haben die Gießener Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Mit Blick auf die Aussagen, die der schleswig-holsteinische AfD-Jungpolitiker Kevin Dorow in seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der Organisation am 29. November getätigt hatte, erklärte ein Sprecher der Behörde: "Der Vorfall ist der Staatsanwaltschaft bekannt." Er werde geprüft.
Bei der Veranstaltung hatte Dorow, der in das Führungsgremium der AfD-Nachwuchsorganisation gewählt wurde, dazu aufgerufen, sich weder vom sogenannten Vorfeld noch "von denjenigen, die außerhalb der etablierten Parteistrukturen für dieselben Ziele kämpfen wie wir" zu distanzieren. Abgrenzung sei das Lieblingsspiel der Gegner. Man müsse das Gegenteil tun und das sogenannte Overton-Fenster verschieben - gemeint ist damit eine Verschiebung des Sagbaren. "Wie es Björn Höcke vor wenigen Monaten rezitiert hat, Jugend muss durch Jugend geführt werden, und dieses Prinzip muss unser Leitstern sein", sagte Dorow mit Blick auf den Thüringer AfD-Vorsitzenden. "Diese Jugendorganisation, liebe Freunde, wird die Speerspitze der jungen Rechten in Deutschland sein", hatte Dorow hinzugefügt. "Jugend wird durch Jugend geführt" galt als Prinzip der sogenannten Bündischen Jugend in der Weimarer Zeit und später auch der Hitlerjugend.
Dorow schrieb auf Anfrage: "Ich nehme zur Kenntnis, dass es sich um Vorprüfungen handelt, nicht um ein Ermittlungsverfahren. Diese Vorprüfungen sehe ich gelassen, weil die zugrunde liegende Interpretation meiner Aussage weder inhaltlich noch rechtlich Bestand hat."
Musk äußert sich überraschend über seine Arbeit für Trump
Er ließ Behördenmitarbeiter entlassen und Budgets zusammenstreichen - Elon Musks persönliche Bilanz seiner Arbeit für Donald Trump fällt aber nicht überragend aus. "Wir waren ein bisschen erfolgreich. Wir waren einigermaßen erfolgreich", sagte Musk in einem Podcast. "Wir haben eine Menge Finanzierungen gestoppt, die wirklich keinen Sinn ergaben", begründete der Milliardär seine Einschätzung. Noch einmal würde er den Job aber nicht machen.
Musk hatte Trumps Wahlkampf unterstützt und wurde nach der Amtseinführung mit Kostensenkungen im Regierungsapparat beauftragt. Die durch das von ihm geschaffene Gremium Doge (Department of Government Efficiency) durchgesetzten Haushaltskürzungen und Stellenstreichungen sorgten zum Teil für heftige Kritik und Proteste.
Riesiges Kartenhaus bricht kurz vor Weltrekord zusammen
120 Stunden Arbeit stecken in dem Projekt von Hobby-Bierdeckel-Künstler Benjamin Klapper - und zwei Tage vor Schluss ist es dann vorbei. Klapper wollte mit seinem Bierdeckel-Haus einen Weltrekord brechen, doch kurz vor der Zielgeraden bricht dann alles in sich zusammen.
Wo es in Deutschland den größten Sanierungsbedarf gibt
Ob Bremerhaven, Krefeld oder Solingen: Den höchsten Sanierungsbedarf bei inserierten Wohnimmobilien gibt es laut einer Auswertung von IW Consult und des Portals Immoscout24 in Städten in Westdeutschland. In den ostdeutschen Städten Chemnitz, Rostock und Potsdam gebe es hingegen den energieeffizientesten Wohnungsbestand, teilte das Immobilienportal mit. Zugleich ziehen sanierungsbedürftige Immobilien demnach vermehrt junge Menschen an. Laut Immoscout24 haben insgesamt 40 Prozent der Wohngebäude in Deutschland eine Energieeffizienzklasse E oder schlechter und gelten somit als sanierungsbedürftig. In vielen Großstädten Deutschlands fällt der Anteil noch höher aus.
Laut der Auswertung des Immobilienportals und von IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), haben Bremerhaven (61,5 Prozent), Salzgitter (60,4 Prozent) und Krefeld (59,7 Prozent) den höchsten Anteil renovierungsbedürftiger Immobilien. Dahinter folgen Mönchengladbach, Solingen, Bremen, Lübeck, Gelsenkirchen, Hamm und Herne. Im Osten hingegen gilt in Chemnitz (9,1 Prozent) und Rostock (9,5 Prozent) nicht mal ein Zehntel der Wohnhäuser als sanierungsbedürftig. Auf den weiteren Top-Ten-Plätzen am anderen Ende der Rangliste folgen Potsdam, Leipzig, Dresden, Halle an der Saale, Erfurt, Magdeburg, Jena und schließlich Erlangen in Bayern, wo rund ein Viertel der Wohngebäude als sanierungsbefürftig gelten.
Frau in Leipzig zwischen zwei Straßenbahnen eingeklemmt
In Leipzig ist eine 20-jährige Frau an einer Haltestelle zwischen zwei Straßenbahnen eingeklemmt worden. Nach Angaben der Polizei stand eine Straßenbahn bereits am Gleis, als die Fußgängerin, die aus der Bahn ausgestiegen war, die Schienen überqueren wollte. Dabei habe sie eine zweite, herannahende Straßenbahn übersehen. Der Straßenbahnfahrer leitete eine Vollbremsung ein, konnte einen Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern.
In der Folge stürzte die 20-Jährige und wurde zwischen den beiden Straßenbahnen an der Station Hamburger Straße eingeklemmt. Die Frau sei schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, aber noch ansprechbar gewesen, so die Polizei.
Sollte der Nutri-Score zwingend werden?
Fünf Jahre nach der freiwilligen Einführung der Nährwertampel Nutri-Score in Deutschland spricht sich laut einer Umfrage die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher für eine verpflichtende Kennzeichnung aus. Zugleich nutzt bisher nur eine Minderheit das Label häufig oder sehr häufig beim Einkauf, wie die Verbraucherorganisation Foodwatch mitteilte. Dies sei wenig verwunderlich, da der Nutri-Score bislang nur auf wenigen Produkten im Supermarkt zu finden sei. Dies mache einen Vergleich zwischen verschiedenen Produkten kaum möglich, kritisierte Foodwatch. Zwar kennen laut der Umfrage fast alle Verbraucher (91 Prozent) den Nutri-Score. "Doch solange nur vereinzelte Produkte im Supermarkt damit gelabelt sind, kann die Lebensmittelampel ihre positive Wirkung nicht entfalten", erklärte Luise Molling von der Verbraucherorganisation.
Die fünfstufige Skala mit Farben und Buchstaben reicht von einem dunkelgrünen A bis hin zu einem dunkelroten E und liefert einen Vergleich zwischen Lebensmitteln innerhalb einer Produktgruppe. Zucker und Fett wirken sich zum Beispiel ungünstig auf die Bewertung aus, Ballaststoffe und der Anteil von Obst und Gemüse positiv.
Im US-Krieg gegen die Wokeness fällt nun auch eine Schriftart
Zurück zu alten Zeiten: Für offizielle Dokumente des US-Außenministeriums soll ab sofort laut einem Medienbericht wieder die Schriftart Times New Roman genutzt werden - und nicht mehr das Anfang 2023 eingeführte Calibri. Jene "Rückkehr zu Tradition" solle demnach "Anstand und Professionalität" in den Schriftstücken des Ministeriums wiederherstellen, hieß es in der Handlungsaufforderung, die der "New York Times" vorlag. Das serifenlose Calibri wirke im Vergleich zu Schriften wie Times New Roman "informell" und stehe im Widerspruch zum offiziellen Briefkopf der Abteilung, so Rubio.
Calibri ist eine Schriftart ohne Serifen - hat also im Gegensatz zu etwa Times New Roman keine Zierlinien am Ende der Buchstabenstriche. Dass die schnörkellose Schriftart 2023 das zuvor fast 20 Jahre lang genutzte Times New Roman im Ministerium ablöste, hatte Rubios Amtsvorgänger Antony Blinken entschieden. Calibri erleichtere Menschen mit Behinderungen, die spezielle Hilfstechnologien zum Lesen nutzten, den Zugang zu Dokumenten des Außenministeriums, hatte Blinken nach Angaben der "Washington Post" damals in einem Schreiben an seine Angestellten erklärt. Zu einer Änderung der Schriftart zugunsten größerer Barrierefreiheit hatte das damalige Büro für Diversität und Inklusion im Außenministerium geraten. Solche Stellen von Diversitätsbeauftragten in Bundesbehörden wurden unter der neuen US-Regierung nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump abgeschafft.
Neue Grundsteuer ist nicht verfassungswidrig
Die neue Grundsteuer ist nach Überzeugung des Bundesfinanzhofs nicht verfassungswidrig. Die Münchener Richter weisen drei Klagen gegen die Steuer als unbegründet ab. Sie wird seit Anfang des Jahres erhoben.
Kleinflugzeug kracht bei Autobahn-Notlandung auf Auto
In Florida muss ein Kleinflugzeug nach Triebwerksausfall auf der Interstate 95 notlanden. Der Flieger kracht bei der Aktion auf das Auto einer 57-Jährigen. Ein Dashcam-Video fängt die unglaubliche Szene ein, bei der niemand ernsthaft verletzt wird.
Frau bringt Kind in Waymo-Robotaxi zur Welt
Eine Geburt im Auto ist selten, kommt aber schon mal vor. In San Francisco war die Situation für die gebärende Frau noch ungewöhnlicher: Sie war in einem Robotaxi ohne Mensch am Steuer. Die Frau brachte ihr Kind in einem Gefährt der Google-Schwesterfirma Waymo zur Welt. Mutter und Baby kamen danach wohlauf in einem Krankenhaus an, wie Waymo mitteilte.
Die Frau sei in dem Auto bereits auf dem Weg ins Krankenhaus gewesen, als das Service-Team von Waymo eine "ungewöhnliche Aktivität" bemerkt habe, hieß es. Daraufhin habe man sie im Fahrzeug kontaktiert - und auch die Rettungsdienste informiert. Das Robotaxi sei jedoch schneller in der Klinik angekommen, als es von einem Rettungswagen habe erreicht werden können.
Das wird heute wichtig
Heute werden die Nobelpreisträger ausgezeichnet. Nach Drohungen der autoritären Führung ihres Landes wird die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado aus Venezuela jedoch nicht an der Preisverleihung in Oslo teilnehmen. Sie sei nicht in Norwegen und werde auch nicht bei der Preiszeremonie auf der Bühne stehen, sagte der Direktor des norwegischen Nobelinstituts, Kristian Berg Harpviken, dem Rundfunksender NRK.
Außerdem wichtig werden folgende Termine:
Nach jahrelangem Streit um die Grundsteuer-Reform will der Bundesfinanzhof in München erste Entscheidungen verkünden. In den drei behandelten Fällen klagten Immobilieneigentümer aus Köln, Berlin und Sachsen gegen die seit Anfang des Jahres geltende Reform.
Die Spitzen der schwarz-roten Koalition kommen zu einem Spitzentreffen bei Bundeskanzler Friedrich Merz zusammen. Bei dem Treffen des Koalitionsausschusses sollen wichtige Pläne und Probleme der Koalition beraten werden.
Nach einer dreiwöchigen Pause wird um 9.30 Uhr der Prozess um die Entführung der Block-Kinder fortgesetzt.
Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn beschäftigt sich mit einer neuen Konzernstruktur sowie mit der verspäteten Inbetriebnahme des Großprojekts Stuttgart 21.
Die US-Notenbank Federal Reserve entscheidet um 20 Uhr über ihre weitere Zinspolitik. Experten gehen eher davon aus, dass die Fed die Zinsen herabsetzen wird.
Ein ereignisreicher Tag steht uns also bevor - und ich darf Sie hier durch diesen begleiten. Mein Name ist Tobias Hauser, Sie erreichen mich unter tobias.hauser@ntv.de
Skurriler Polizeieinsatz auf der A6 - einjähriges Kind sitzt am Steuer
Für solche Situationen wurde das Wort "verantwortungslos" erfunden: Eine Autofahrerin hat ihrem einjährigen Kind auf der Autobahn das Steuer ihres Wagens überlassen. Die Frau habe auf ihrem Handy herumgetippt, während das Kind auf ihrem Schoß beide Hände am Lenkrad gehabt habe, teilte die Polizei mit. Eine Streife leitete die 29-Jährige am Abend an der nächsten Abfahrt nahe Ramstein von der A6 und stellte sie zur Rede. Bei der Kontrolle habe sich die Frau uneinsichtig gezeigt, hieß es. Gegen sie werden nun Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Christina Aguilera erzählt von Schreckmoment auf dem Eiffelturm
Christina Aguilera bezeichnet ihren Auftritt auf dem Eiffelturm als "beängstigend". Die Sängerin war am 9. Dezember in der Show von Jennifer Hudson zu Gast, um für ihren kommenden Konzertfilm "Christina Aguilera: Christmas in Paris" zu werben. In dem Interview erzählte Aguilera, wie es wirklich war, auf dem berühmten Wahrzeichen zu singen.
"Ich habe Höhenangst. Ich fahre nicht einmal mit Riesenrädern, weil ich solche Angst vor der Höhe habe. Ich fahre zwar Achterbahn, aber bitte lasst mich nicht ruhig in der Luft sitzen und nach unten blicken", verriet die Sängerin. Daher habe sie auf dem Eiffelturm schreckliche Angst gehabt. Sie fügte hinzu: "Es gab diesen Moment, in dem wir immer höher und höher fuhren - und da ich auch Aufzüge nicht mag, war das gleich doppelt unangenehm."
Aguilera berichtete außerdem, dass sie während der Aufzugsfahrt zur Turmspitze einen furchteinflößenden Moment erlebt habe. "Es ist ein enger Raum, wir fahren also nach oben und sehen alles - man fühlt sich völlig ausgesetzt. Dann blieb der Aufzug plötzlich stehen. Der Mann, der uns begleitete, meinte nur: 'Das ist nicht normal.' Und ich fragte ihn: 'Wie bitte, was heißt das, das ist nicht normal?'", erzählte sie.
Demokraten gewinnen "große und wichtige Wahl!!!"
Die Metropole Miami im Bundesstaat Florida wird erstmals seit rund 30 Jahren wieder demokratisch regiert werden. Bei der Bürgermeisterwahl, die durch US-Präsident Donald Trump ins nationale Rampenlicht geraten war, siegte die Demokratin Eileen Higgins. Sie setzte sich mit knapp 60 Prozent gegen den Republikaner Emilio Gonzalez durch. Nach einem Bericht der "New York Times" ist die 61-jährige Higgins die erste Frau an der Spitze der Stadt und das erste nicht hispanische Stadtoberhaupt seit den 1990er Jahren. In den vergangenen drei Jahrzehnten hätten kubanisch-amerikanische Republikaner die Stadtpolitik dominiert.
Trump hatte sich vor wenigen Tagen in den sonst eher nicht so entscheidenden Wahlkampf eingeschaltet. Die Bürgermeisterwahl in Miami sei "eine große und wichtige Wahl!!!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Stimmen Sie für den Republikaner Gonzalez. Er ist FANTASTISCH!"